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Roboter soll Rebenzüchtung erleichtern

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Den ersten Freilandroboter für die Rebenzüchtung haben das Julius Kühn-Institut und die Hochschule Geisenheim entwickelt. Der PHENObot ist im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojekts PHENOvines entstanden und soll die Arbeit der Rebenzüchter künftig um einiges leichter machen.

Der PHENObot soll die Arbeit der Rebenzüchter deutlich erleichtern. Foto: Anna Kicherer/JKI

Roboter spart Arbeit und Zeit

„Die Züchtung einer neuen Rebsorte ist ein langwieriges Geschäft und kann gerne 20 bis 25 Jahre dauern. Wir sind stolz über den ersten Roboter im Weinbau in Deutschland und froh, dass wir ihn am JKI nutzen können. Er wird uns vor allem in der Züchtung neuer Rebsorten viel Arbeit und Zeit einsparen bei der sehr aufwendigen und ermüdenden Bewertung, wie weit die einzelnen Sorten und Zuchtstämme entwickelt sind “, so Dr. Reinhard Töpfer, Leiter des JKI-Instituts für Rebenzüchtung.

Der Roboter besteht aus einem Raupenfahrzeug, das auf Basis von GPS-Daten selbständig durch einen Weinberg fährt. Außerdem gehört ein Kamera-System zur PHENObot-Ausstattung – diese nimmt während der Fahrt Bilder auf, anhand derer sich anschließend phänotypische Merkmale wie die Entwicklung der Reben und Ertragsparameter beurteilen lassen.

Effizienzsteigerung durch Robotereinsatz

Den Angaben zufolge werden die Reben bei der Bonitur nicht berührt. Dabei können viele Merkmale gleichzeitig wesentlich rascher und ohne Fehler durch Ermüdung, mangelnde Objektivität oder schlechte Reproduzierbarkeit der Ergebnisse erfasst werden.

Die Entwickler des PHENObot versprechen sich vor allem eine enorme Steigerung der Effizienz in der Rebenzüchtung – durch Kostensenkung und Zeiteinsparung. In Zukunft könnte der Roboter zudem mit weiteren Sensoren ausgestattet werden, um noch effektiver und schneller arbeiten zu können.