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Säulen-Apfelbäume für kleine Gärten

Die neuen Säulen-Apfelbäume sind ideal für kleine Gärten. „Entstanden sind sie aus einer Mutation“, erzählt Versuchsingenieur Hubert Siegler von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) Veitshöchheim. Wenn viele Bäume im Abstand von etwa einem halben Meter wachsen, liefern sie ähnlich hohe Erträge wie ein großer Apfelbaum. 

Hubert Siegler mit der empfehlenswerten Sorte ‘Rondo’. Foto: Fertsch/LWG

Sie passen als Solitär durchaus auch ins Stauden- oder Gemüsebeet. Pflanzt man sie in einer Reihe, so wirken sie wie eine grüne Mauer. Ein paar Jahre lang halten es die Apfel-Säulen auch im großen Topf auf der Terrasse aus. „Einige Sorten brauchen die ersten Jahre fast keinen Schnitt“, erklärt Siegler. „Man kürzt den Stamm erst nach etwa acht bis zehn Jahren, sobald er zu hoch für eine bequeme Ernte gewachsen ist. Bester Zeitpunkt dafür ist der August.“ Seitentriebe, die länger als 20 Zentimeter sind, werden direkt am Stamm entfernt.

Ganz wichtig ist das Ausbrechen überzähliger Miniäpfel bis Ende Juni: „Pro Blütenbüschel sollte nur eine Frucht übrig bleiben. Sonst ist der Baum überfordert, die Früchte bleiben klein und schmecken weniger gut“, rät Siegler. Die Liste mit empfehlenswerten Sorten ist kurz: ‘Pompink’, ‘Rondo’, ‘Starcats’ und ‘Arbat’ gehören zu den Besten.

Übrigens: Im Gegensatz zu Apfel-Säulen sind Säulen-Kirschen, -Birnen, -Zwetschgen nicht vom Schnitt befreit. Diese kompakt wachsenden Bäume lassen sich nur mit spezieller Erziehung als Säule kultivieren.

Mehr zu Sorten und Schnitt unter www.lwg.bayern.de/gartenbau/obstbau/45552/ und www.lwg.bayern.de/ internet/stmlf/behoerden/lwg/gartenbau/obstbau/45561. (ts)