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Schadstoffe in Arbeitshandschuhen: Hohe Chrom(VI)-Gehalte gefunden

Bei Arbeitshandschuhen aus Leder und Textil handelt es sich häufig um Importware sehr unterschiedlicher Qualität. Ein wichtiger Parameter bei der Untersuchung des Lederanteils ist der Chrom(VI)-Gehalt.

Untersuchungsergebnisse des Instituts für Bedarfsgegenstände Lüneburg (IfB LG) aus dem Jahr 2005 zeigen, dass die Chromgerbung bei 14 von 35 Paar untersuchten Arbeitshandschuhen nicht nach international akzeptiertem Stand der Technik durchgeführt wurde. Gemäß einer europäischen Norm (EN 420) soll ein Chrom(VI)-Gehalt von zehn Milligramm je Kilogramm (mg/kg) nicht überschritten werden. Bei 14 Arbeitshandschuhen wurden Chrom (VI)-Gehalte von 12,2 bis 50,7 mg/kg festgestellt: bei vier Arbeitshandschuhen zehn bis 20 mg/kg, bei sieben Arbeitshandschuhen 21 bis 30 mg/kg und bei drei Handschuhen 31 bis 50 mg Chrom (VI)/kg Leder. Von den 35 untersuchten Einzelproben wiesen elf Handschuhe einen Chrom(VI)-Gehalt von unter zehn mg/kg auf; bei zehn untersuchten Handschuhen war kein Chrom(VI) nachweisbar. Im Rahmen des Verbraucherschutzes muss jeder Handschuh einzeln und nach Materialien getrennt untersucht werden, da sich bei den Untersuchungen gezeigt hat, dass Arbeitshandschuhe mit gleicher Chargen-Nummer oder Arbeitshandschuhe, die als identische Proben zum Verkauf angeboten werden, teilweise unter Verwendung unterschiedlicher Materialien hergestellt wurden. Von den 35 untersuchten Proben entsprachen lediglich 60 Prozent den technischen Anforderungen der EN 420 bezüglich Chrom(VI).