TASPO GartenMarkt

Schwimmteiche wie vom Himmel gefallen

Während in den vergangenen Jahren bei Schwimmteichen das Augenmerk stark auf der Technik und der Wasserqualität lag, lenkte die Fachtagung "Trends bei privaten Schwimm- und Badeteichen" anlässlich der GaLaBau-Messe in Nürnberg dieses Jahr den Schwerpunkt auf die Qualität der Gestaltung. Und da - so zumindest fasste es Unternehmer Roland Lütkemeyer (Gütersloh) - in klare Worte "entsteht derzeit noch viel Mist, weil die Baudetails nicht beherrscht werden". Und immer noch werden Schwimmteiche angelegt, die nicht in die Gesamtanlage des Gartens integriert sind, sondern - wie vom Himmel gefallen - einen Fremdkörper im Garten darstellen.

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten - aber die Gestaltqualität einer Anlage lässt sich durchaus nach klaren Kriterien beurteilen. Hier, so die kritische Anmerkung Lütkemeyers, habe sich die Branche in den vergangenen Jahren etwas in die falsche Richtung bewegt, das Design "sei über die Kante gefallen".

Doch woran lässt sich die gestalterische Qualität einer Anlage festmachen? Lütkemeyer zeigte hier eine Reihe von Kriterien auf: Zunächst - und ganz wesentlich - habe sich der Schwimmteich an dem Umfeld des Hauses und an den natürlichen Gegebenheiten zu orientieren. Wie der Kunde "in Sachen Design aufgestellt sei", das lasse sich am Haus und seiner Einrichtung, aber beispielsweise auch dem Auto des Kunden leicht ablesen. Entscheidend sei es, eine Form zu entwickeln, "die nicht irgendwie durch die Gegend wackelt", sondern eine Lösung zu finden, "die sitzt", und die sich in der Gesamtwirkung in die Gartenanlage einfüge. Dass diesem Ansatz in der Realität leider noch zu oft nicht gefolgt wird, das machte Lütkemeyer an einer Reihe von Referenzbeispielen fest, die er aus dem Internet recherchiert hatte. Einmal mehr bemängelte Lütkemeyer die Materialflut in den gebauten Anlagen, die häufig beziehungslos zur Umgebung eingesetzt würde.

Ratlosigkeit bei den Pflanzern. Weitere Kritikpunkte von Roland Lütkemeyer lesen Sie in der TASPO 40/08.