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Senkrechtstarter Vertical Gardening

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Eigentlich überraschend, dass ein Garten immer eine Fläche auf dem Boden sein muss. Dabei lässt sich auch die Vertikale hervorragend zum Gärtnern einsetzen. Und längst nicht alle Pflanzen brauchen Erde, um zu gedeihen. Immer mehr kreative Stadtgärtner entdecken, dass sich auch in der Höhe Gartenräume schaffen lassen und nennen es: Vertical Gardening.

Der „Bosco Verticale“ in Mailand ist eines der bekanntesten Beispiele für Vertical Gardening im öffentlichen Raum. Großprojekte wie dieses zeigen, wie es funktioniert. Foto: Gábor Molnár/Unsplash

Bosco Verticale zeigt, dass vertikales Grün funktioniert

Vertical Gardening ist im letzten Jahrhundert bekannt geworden durch den französischen Biologen Patrick Blanc. Seine Faszination für Vertical Gardening begann, als er feststellte, dass manche Pflanzen nicht in der Erde wurzeln und damit so gut wie überall wachsen können. Er begann, im großen Stil Wände zu begrünen. Blanc und andere, die seinem Beispiel folgen, erschaffen heute in Städten auf der ganzen Welt lebende grüne Wände aus meist heimischen Pflanzen.

Die sogenannten Wandgärten nehmen unterschiedliche Dimensionen an. Ganze Gebäudefassaden wurden berankt und bepflanzt, die so einen positiven Einfluss auf das Stadtbild und die nachhaltige Stadtentwicklung haben. Eines der bekanntesten Beispiele für Vertical Gardening im öffentlichen Raum ist wohl der „Bosco Verticale“ in Mailand. Auf jeder Etage der benachbarten Wohntürme wurden Gehölze gepflanzt. Die Bäume und Pflanzen an der Hausfassade haben einen positiven Einfluss auf das Mikroklima und bieten gleichzeitig einen neuen Lebensraum für Vögel und Insekten. Die Artenvielfalt ist überraschenderweise in vielen Städten größer als auf dem Land, wo Pestizide und Anbau in Monokulturen zu einem drastischen Rückgang an Vielfalt führen. Bereits hier lassen sich entsprechende Ansätze für die Vermarktung schaffen – mit bienenfreundlichen Stadtsortimenten.

Was braucht der Städter für den Balkon-Garten?

Wichtig bei der Auswahl der Sortimente für die Begrünung der Wand ist natürlich die Aufhängung und die Stabilität. Auch eine gute Bewässerung muss möglich sein, die aber gleichzeitig die Wand hinter den Pflanzen trocken hält, um Schimmelbildung zu vermeiden. Es gibt verschiedene Wandsysteme, die genau dies können, zum Beispiel spezielle Textiltaschen, die mit Erde gefüllt sind, hängende Pflanzenkästen oder Fertigmodule, die individuell aufgehängt werden können. Für die Bewässerung sorgt meist ein angeschlossener Wasserkanister in Verbindung mit einem Bewässerungssystem, das dafür sorgt, dass alle Pflanzen gleichmäßig befeuchtet werden. Je nach Bedarf können bei einigen Anbietern schon fertig angelegte Gärten erworben werden, sodass der Aufwand sehr gering bleibt. Individualisten können sich aber natürlich auch ihr eigenes „Wandbild“ zusammenstellen oder – sehr praktisch für die Küche – einen vertikalen Kräuter-, Obst- oder Gemüsegarten anlegen.

Die neue Nachfrage verlangt neue Angebote

Begrenzte Flächen im städtischen Umfeld verlangen nach einem speziellen Angebot und Lösungen für das Gärtnern auf Balkon, Terrasse oder Hinterhof. Naturnahes Gärtnern liegt zwar im Trend, doch sollte das Streben nach Prestige in Bezug auf den Haus- und Stadtgarten nicht unterschätzt werden. Daraus ergibt sich eine große Vielfalt möglicher vertikaler Systeme, die sowohl das Image des biologisch wirtschaftenden Stadtgärtners als auch des technikaffinen Pflanzenliebhabers abdecken können.

► Mehr zum vertikalen Gärtnern und verschiedenen Anbietern von Vertical-Gardening-Systemen lesen Sie in TASPO GartenMarkt.

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