Solidarität mit Opfern der Flutkatastrophe reißt nicht ab

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Der Stecker an den Pflanzen soll die Käufer noch einmal darüber informieren, dass die damit erzielten Verkaufserlöse den Flutopfern zugute kommen. Foto: Landgard/1000 gute Gründe/Gärtner Pötschke

Die Flutkatastrophe im Juli hat in den betroffenen Gebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz eine Schneise der Verwüstung hinterlassen – bis sämtliche Schäden behoben sind, werden nach Auffassung von Experten viele Jahre vergehen. Entsprechend reißen auch die Spenden- und Hilfsaktionen für die Betroffenen nicht ab.

Landgard, 1000 gute Gründe und Gärtner Pötschke spenden Verkaufserlöse

Unter dem Motto „Jede Pflanze zählt“ haben sich etwa jüngst Landgard, die Initiative 1000 gute Gründe und der Online-Händler Gärtner Pötschke zusammengetan, um die Opfer der Flutkatastrophe finanziell zu unterstützen. Dazu werden den Angaben zufolge seit dem 10. September sämtliche Erlöse aus der Kategorie „Zimmerpflanzen“, die über den Online-Shop von Gärtner Pötschke erzielt werden, an den Malteser Hilfsdienst gespendet. Dieser bietet in den betroffenen Gebieten psychosoziale Unterstützung für Einsatzkräfte und Betroffene sowie finanzielle Soforthilfen für Menschen, die es besonders stark getroffen hat, an. Außerdem decken sie vor Ort akute Bedarfe, etwa durch die Bereitstellung von Stromaggregaten, Bautrocknern und Hochdruckreinigern und sorgen für die Verpflegung und Bereitstellung von Ruheplätzen für Einsatzkräfte, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk.

„Die Bilder der Zerstörung, die uns aus den von der Flut betroffenen Gebieten erreicht haben, sind auch heute für die meisten von uns nur schwer zu begreifen. Umso wichtiger ist es für uns als Traditionsunternehmen, den Menschen, die dort leben und alles verloren haben, zu helfen“, erklärt André Henseler, Geschäftsführer bei Gärtner Pötschke. Wie die Pötschke-Geschäftsführung und Michael Hermes, Bereichsleiter Marketing bei Landgard, darüber hinaus betonen, arbeiten alle Projektpartner kostenlos. „Wir haben für diese Spendenaktion im September ein breites Sortiment an Pflanzen zur Verfügung gestellt. So können wir den Zusammenhalt innerhalb der Genossenschaft nutzen, um gemeinsam einen möglichst großen Beitrag für den guten Zweck zu leisten“, so Hermes. Ein „Ich bin eine Spendenpflanze“-Stecker soll den Projektpartnern zufolge die Käufer noch einmal über den Einsatz der Gelder zur Unterstützung der Flutopfer informieren. Um möglichst viele Verbraucher zu erreichen, wird demnach auf verschiedenen reichweitenstarken Blogs und Social-Media-Kanälen auf die Spendenaktion aufmerksam gemacht.

Spendenaktionen von VDG sowie Neudorff

Eine positive Bilanz seiner Spendenaktion für die Flutopfer hat Berichten zufolge der Verband Deutscher Garten-Center (VDG) gezogen. Um betroffene Betriebe zu unterstützen, hatte der VDG seine Mitglieder zur Abgabe eines freiwilligen Mitgliedsbeitrags in beliebiger Höhe aufgerufen. Gespendet wurde dabei sowohl Geld, das Berichten zufolge jetzt an die Betroffenen zur Soforthilfe ausgezahlt wurde, als auch Handelsware und Sachgegenstände zur Einrichtung der Verkaufsräume.

25.000 Euro für zwei der am stärksten von der Flutkatastrophe betroffenen Gemeinden – die Verbandsgemeinde Altenahr sowie die Gemeinde Schuld – hat einem Bericht der Deister- und Weserzeitung darüber hinaus die W. Neudorff GmbH gespendet. Das Unternehmen leiste gern einen Beitrag für den Wiederaufbau, wird der geschäftsführende Gesellschafter von Neudorff, Hans-Martin Lohmann, von dem Blatt zitiert.

Kubota Baumaschinen unterstützt Flutopfer in Rheinland-Pfalz

Mit einer Spende in Höhe von insgesamt 200.000 Euro an das zentrale Spendenkonto der Landeskasse Rheinland-Pfalz hat die Kubota Baumaschinen GmbH nach eigenen Angaben die Betroffenen in den rheinland-pfälzischen Hochwassergebieten unterstützt. „Die Bilder im Fernsehen und auch vor Ort haben mich sehr bewegt, da ich solche Naturkatastrophen aus meinem Heimatland Japan kenne“, sagt dazu Mikio Taguchi, Managing Director der Kubota Baumaschinen GmbH und Executive Vice President Business Unit CE Europe. „Zunächst haben wir über Sachspenden nachgedacht, uns aber für eine gezielt einzusetzende Geldspende entschieden.“ Die Spende kommt demnach den Betroffenen zugute, die in der betroffenen Region im Westen Deutschlands mit Aufräum- und Wiederaufbaumaßnahmen beschäftigt sind.