Spezialist im Ammerland: über 170 Heidesorten und -arten

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Horst Marohn führt seit 1985 seinen Heidebetrieb zusammen mit ‧Ulrich Häger. Foto: privat

Aus mehr als 170 Heidesorten und -arten sowie Begleitpflanzen kann der Kunde bei Heidekulturen Marohn & Häger in Apen auswählen. Horst Marohn ist einer der beiden Inhaber.

Erste Erfahrungen mit Heidekulturen neben dem Studium

Horst Marohn und Ulrich Häger haben sich im Gartenbau-Studium in Hannover kennengelernt. „Wir haben uns auf Anhieb verstanden und nach vielen Gesprächen und Planungen reifte die Idee, gemeinsam einen Gartenbau-Betrieb zu gründen“, erinnert sich der gelernte Baumschulgärtner. Keiner der beiden hatte gärtnerische Wurzeln – Marohn wuchs in einem Handwerksbetrieb im Ammerland auf.

Neben dem Studium sammelten die beiden Studenten auf einer kleinen Fläche hinter dem Handwerksbetrieb in Apen erste Erfahrungen mit der Vermehrung von Calluna und Erica carnea. Die Entscheidung für Heide fiel, da man weniger Fläche und Maschinen benötigte als für die Produktion klassischer Baumschulkulturen.

„Die Jungpflanzen wurden wie im Ammerland damals üblich auf Freilandbeeten ausgepflanzt und bei Verkaufsreife ausgestochen, in Fischkisten verpackt und an größere Versandbaumschulen in der Umgebung verkauft“, blickt Marohn zurück.

Gardengirls bilden Schwerpunkt der Produktion von Marohn & Häger

„Nach dem Studium sind wir im Ammerland geblieben, haben einen Betrieb auf einer Fläche von einem Hektar gegründet, die ersten Gießwagen gekauft und die Heideproduktion in Töpfen etabliert. Ein Glücksfall war für uns der Kontakt zu Kurt Kramer, der bis heute besteht“, erzählt Marohn. „Ab 1988 bekamen wir von ihm seine neuen geschützten Callunen-Sorten. Mit diesen Knospenblühern konnten wir ab 1990 unsere Produktion stark ausdehnen. Das Sortiment der Gardengirls bildet seither den Schwerpunkt der Produktion, wobei auch Begleitpflanzen wie Hebe oder Gräser auf dem Programm stehen.“

Seine Gardengirls kann der Betrieb von Mitte August bis Ende Oktober kontinuierlich verkaufen, von Mini-Girls bis zum Zwei-Liter-Topf, von Einzelsorten bis zu Farbmischungen wie Trios und Quattros. „Heute kultivieren wir unser Sortiment auf rund elf Hektar, unterstützt von 15 Mitarbeitern“, sagt Marohn.

Kunden des Heidespezialisten überwiegend Gartencenter und Co.

Die Kunden sind zum größten Teil Gartencenter und Endverkaufsbetriebe, ein kleiner Teil geht an Baumschulen, Friedhofsgärtnereien, GaLaBau-Betriebe und Großhändler in ganz Deutschland. „Die langjährigen Geschäftsbeziehungen machen unseren Erfolg aus“, ist sich Marohn sicher. Er ist für den Verkauf zuständig, macht die Verkaufs- und Kulturplanung. Seit drei Jahren ist er einer der vier Züchter, die die Gardengirls entwickeln.

Ulrich Häger betreut die Kulturführung und kümmert sich um die Mitarbeiter. „Dennoch weiß jeder über alles Bescheid“, sagt Marohn und ist froh, dass die Verantwortung geteilt ist. „Gerade im Sommer haben Sie als Einzelunternehmer in einem Heidebetrieb sicher keine ruhige Minute.“

Weitere Betriebsporträts und Beiträge rund um den Zierpflanzenbau finden Sie in der Gärtnerbörse, die Sie auch über unseren TASPO Online-Shop abrufen können.

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