TASPO GartenMarkt

Spezialkompetenz ausbauen: Design hält Einzug in alle Produktgruppen

Der wichtigste Trend ist Convenience, möglichst wenig Arbeit im Garten zu haben, um ihn genießen zu können. Ergonomisch gestaltete Gartengeräte und Lösungen für die Gartenbewässerung sind bereits vorliegende Antworten der In-dustrie. Der Trend zum Homing ist kein kurzfristiger. Der Garten avanciert zum Wohnen im Garten und zum Statussymbol. Zu sehen ist dies bereits am Angebot höherwertiger Gartensortimente. Bei Gartenmöbel gibt es den Trend zum Design. Diese Aussagen traf Dr. Horst Brandenburg auf dem BHB-Gartenfachmarktkongress in Potsdam anhand der aktuellen BBE-Gartenmarkt-Studie. Home und Garten verschmelzen zusehends. Urban Gardening, zum Beispiel die Anlage von Gemeinschaftsgärten, ist ein Trend genauso wie Green Design. Das Design hält Einzug in alle Produktgruppen. Grünes Bewusstsein wird zum Lifestyle. Gesund, nachhaltig, fair, Öko-Label, Elektro- und Hybridtechnik bei den Gartengeräten sind gefragt.

Zusammen mit der zunehmenden Zahl der Älteren und Singles gewinnt auch die Gruppe der Frauen an Bedeutung. Wichtig ist nach wie vor die Kombination von Eigen- und Herstellermarken zur Profilschärfung. Die künftige Kernkompetenz liegt in Problemlösungen, Ware, Preis und Service zu kombinieren. Gleichzeitig gehe es darum, bisherige Randsortimente auszunutzen und neue Produktgruppen aufzunehmen.

Welche neuen Betriebsformen wird es geben?

Die erfolgreiche Fachmarktbewegung, wozu laut Studie auch die Baumärkte gehören, werden Spezialkompetenzen ausbauen, wie Holz, Licht oder Wasser im Garten. Starkregenfälle, das Auffangen von Regenwasser wird neue Lösungen erfordern. Gleichzeitig wird es hochwertige, designorientierte Gartenfachmärkte geben. Vorstellbar sind auch laut Brandenburg ausgegliederte Standorte, kleine Outlets oder Kioske in Citylage, die Bestellungen für die am Stadtrand gelegenen großen Center aufnehmen - als eine kleine Antwort auf die zunehmenden Katalog- und Internetshops. Speziellen Konzepten für Senioren, Frauen, bedarfsgerechten Serviceleistungen spricht Brandenburg gute Chancen zu.