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Spoga+Gafa: unique youngstar 2014-Gewinner gekürt

Zum Start der internationalen Gartenmesse Spoga+Gafa in Köln wurden gestern die unique youngstars 2014 gekürt. In dem Jungdesigner-Wettbewerb wurden drei Jurypreise und ein Publikumspreis unter den kreativen Einsendungen zum Wettbewerbsthema „Outdoor Living“ vergeben. 

Die Gewinner des unique youngstar-Awards der Spoga+Gafa 2014.

Dustin Jessen (Großbritannien) setzte der Fachjury zufolge mit dem „Beta Chair“ das Wettbewerbsthema „Outdoor Living“ am besten um. Die Konstruktion des leichten, stapelbaren Stuhls für den Außenbereich ging aus einer Untersuchung hervor, inwieweit sich Papierfaltungen in Blech übertragen lassen. Die Weiterentwicklung dieser Idee entstand in Kollaboration mit dem Londoner Unternehmen Robofold Ltd., das ein Verfahren entwickelt hat, bei dem Blech mit Hilfe von Industrierobotern dreidimensional gefaltet werden kann. Indem die Beine an die Sitzschale genietet werden, entsteht eine konstruktive und formale Einheit – ohne eine einzige Schweißnaht. Neben dem Titel „unique youngstar 2014“ konnte sich Dustin Jessen auch über ein Preisgeld von 3.000 Euro freuen.

Den mit 2.000 Euro dotierten zweiten Platz belegen die Jungdesigner Valeria Santagati-Juraschek, Sarah Voigt, Niclas-Mael Garotti (Deutschland) mit „Giessbert“. Der Gießrucksack kombiniert die Vorteile eines Gartenschlauchs und einer Gießkanne und lässt sich durch die große Öffnung leicht befüllen. Des Weiteren kann „Giessbert“ bequem am Waschbecken durch einen am Wasserhahn anzuschließenden Schlauchaufsatz befüllt werden. Der Gießrucksack hat ein Fassungsvermögen von 15 bis 20 Litern und lässt sich bequem und ergonomisch tragen. Durch die Entlastung des Rückens bietet er einen wesentlichen Vorteil gegenüber der Arbeit mit der Gießkanne.

Den dritten Platz vergab die Jury an Tsuyoshi Hayashi (Japan) mit „Kawara Bench“. Kawara, also japanische Dachziegel, die nach der Produktion Sprünge oder Risse aufweisen, werden auf Mülldeponien entsorgt. Insgesamt beläuft sich der Verlust auf über 65.000 Ziegel pro Jahr. Trotzdem sind diese Abfallprodukte von einzigartigem Wert, was die Farben, Strukturen, Haltbarkeit und den sanften geschwungenen Kurvenverlauf betrifft, der zum Sitzen einlädt. Wenn man die beschädigte Stelle entfernt und die Ziegel in ein Holzgestell einpasst, wird aus „nutzlosem Abfall“ plötzlich nützliches Material.

Der „Beta Chair“ von Dustin Jessen erhielt mit 106 Stimmen auch den Publikumspreis und war somit der Gewinner des Abends. Mit 91 Stimmen folgte „Slucerna“ von Sebastian Strauch (Deutschland), den dritten Platz sicherten sich mit „Beatspot“ Claudia Dolbniak und Silvia Saure (Deutschland) mit 67 Stimmen. Vom 16. Mai bis 8. August konnten Interessierte via Online-Voting ihre Stimme für einen der 16 Finalisten abgeben. Insgesamt beteiligten sich 425 Personen an der Abstimmung.

16 Projekte hatten es von den insgesamt 51 Einsendungen aus 18 Ländern unter die Nominierten und damit auf die diesjährige Spoga+Gafa geschafft, teilt die Koelnmesse mit. Die nominierten Prototypen sind im Hochwertsegment für Gartenmöbel (garden unique) ausgestellt und damit für die internationalen Fachbesucher noch bis zum 2. September zu sehen. (ts)