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Statt online: Einzelhandel ist Weihnachten gefragt

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Wenn das keine erfreuliche Nachricht ist: Laut der Studie „Weihnachtsgeschenke 2017 – Deutschland“ bleiben die Bundesbürger zu Weihnachten nicht nur in Kauflaune – sie wollen sich auch wieder vermehrt dem stationären Handel zuwenden.

Vor allem Kaufhäuser und Einkaufszentren sind zum Shoppen von Weihnachtsgeschenken beliebt. Foto: Pixabay

Der aktuellen Befragung von Ernst & Young (E&Y) von 1.000 erwachsenen Verbrauchern in Deutschland zufolge zieht es die Bürger zum Weihnachtsshopping 2017 wieder in die Städte und Einkaufscenter – und kaum vor den Rechner: 68 Prozent der Befragten tätigen ihre Geschenkeinkäufe bevorzugt beim stationären Einzelhandel, nur zwölf Prozent kaufen lieber online, so die Ergebnisse.

Vor allem Kaufhäuser und Einkaufszentren boomen

In Fachgeschäften wollen die Deutschen durchschnittlich 96 Euro ausgeben (leider weniger als im Vorjahr mit 104 Euro), im Online-Handel 56 Euro (Vorjahr: 57 Euro) – boomen werden vor allem Kaufhäuser und Einkaufszentren, die zusammen auf 98 Euro geplante Ausgaben kommen – 35 Euro mehr als im Vorjahr. Davon profitieren also wahrscheinlich eher Geschäfte der Grünen Branche, die sich räumlich an Einkaufszentren angeschlossen haben.

Selbst die jüngeren und deutlich onlineaffineren Verbraucher in der Altersgruppe bis 35 Jahre geben an, Weihnachtsgeschenke lieber beim Einzelhändler vor Ort zu kaufen (47 Prozent) als beim Online-Händler (22 Prozent).

Weihnachtsevents im stationären Handel als zusätzlicher Anreiz

Spannend: Auch von den unter 35-Jährigen bezeichnen 52 Prozent Weihnachtsevents als zusätzlichen Anreiz für einen Besuch, in der Altersgruppe ab 66 Jahren liegt der Anteil nur noch bei 33 Prozent. „Der Handel sollte die Bedeutung und Anziehungskraft weihnachtlicher Veranstaltungen gerade für die jüngere Kundschaft nicht unterschätzen. Eine große Chance für den Innenstadt-Handel und Häuser, die ihren Kunden entsprechende Angebote machen“, folgert E&Y.

Ohnehin sprechen zumindest beim Geschenke-Shopping aus Sicht der Verbraucher viele Argumente für den stationären Einzelhandel: So geben 79 Prozent der Befragten an, die Ware beim Einzelhändler vor Ort besser beurteilen zu können, 70 Prozent vertrauen auf eine bessere Beratung, 67 Prozent betonen die direkte Verfügbarkeit der Ware.

Gewicht von Online-Vertriebswegen nimmt weiter zu

Am langfristigen Trend hin zu einem immer stärkeren Gewicht von Online-Vertriebswegen im Einzelhandel ändere sich aber nichts, ist sich die Studie sicher: So planen die unter 35-Jährigen, in diesem Jahr 32 Prozent ihres Budgets bei Online-Händlern auszugeben.

Über alle Altersklassen hinweg beträgt der Online-Anteil an den Geschenkausgaben nur 20 Prozent. Bei jüngeren Konsumenten liegt der Online-Vertriebskanal damit inzwischen deutlich vor dem Fachhandel. Schon die demografische Entwicklung werde mittelfristig für eine spürbare Verschiebung der Einkaufsaktivitäten in Richtung Internet sorgen.