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Studie der Messe Frankfurt: Wie aus jedem Schaufenster ein echter Erfolgsgarant wird

Schaufenster werden immer wichtiger für den Handel: Das zeigt der Management Report „Erfolgsfaktor Schaufenster – Studie zur Bedeutung der Schaufenstergestaltung im Handel“, erstellt durch das EHI Retail Institute in Köln im Auftrag der Messe Frankfurt. 

Schaufensterdekoration live auf der Tendence 2013. Foto: Messe Frankfurt/Pietro Sutera

Nach wie vor steht im Schaufenster das Produkt im Vordergrund. Das gilt besonders in den Handelsgebieten, in denen ein hoher Warendruck herrscht. Aufgabe der Dekoration ist es daher, die jeweilige Kollektion immer wieder neu in Szene zu setzen. Hoch im Kurs sind hier themenorientierte Präsentationen. Weihnachtsgeschichte, Hüttenzauber, Hochzeit, Frühlings- oder Sommerfeste: Meist gibt die Saison die Produktinszenierung vor. Daneben setzen sich zunehmend attraktive Verbundplatzierungen durch, die auch ohne Leitmotiv auskommen. Besondere Wirkung erzielen hier zum Beispiel attraktive Zusammenstellungen nach Farben.

Stark gefragt sind kreative Ideen. In der Regel geht es darum, Routinen zu durchbrechen. Beliebt sind ungewöhnliche Sichtweisen, Perspektivenwechsel, wenn etwa alles auf dem Kopf steht, sowie starke Blickfänge durch eine bewusst minimale, reduzierte Gestaltung. Auch das Thema „Kunst im Schaufenster“ setzt sich weiter durch. Hier können gerade auch lokale Läden punkten, indem sie etwa mit ansässigen Künstlern zusammenarbeiten und ihnen eine Bühne für ihr Schaffen bieten.

Geschichten erzählen, sogenanntes Storytelling, im Schaufenster ist einer der ganz großen Trends am POS. In diesen stark emotionalisierenden Erlebniswelten rückt das Produkt bewusst etwas in den Hintergrund. Auf dieses Stilmittel setzen vor allem die großen Modemarken. Im Bereich Wohnen und Schenken ist dieser Trend bisher jedoch weniger sichtbar. Bei technischen Extras sind interaktive Module im Trend. Aufgrund der hohen Anschaffungskosten schrecken jedoch viele Handelsunternehmen davor zurück.

Einfallsreichtum statt großer Investitionen ist auch bei den Möbeln im Schaufenster gefragt. Hier reichen dem Handel in der Regel gängige Präsenter, Displays oder Aufbauten. Sie bilden das Grundgerüst für Struktur und Höhen in der Gestaltung.
Im Bewusstsein für Nachhaltigkeit werden vermehrt Elemente in neutralen Farben eingesetzt, die immer wieder verwendet werden können. Dem Vintage-Trend folgend setzen alte oder aber auf alt gemachte Möbel wie Kommoden, Tische und Stühle sowie Alltagsgegenstände mit Gebrauchsspuren modische Akzente. (mf/ts)