Studie: Nachhaltigkeit immer wichtiger bei Kaufentscheidung

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Für nachhaltige Produkte greifen Kund:innen auch gerne mal etwas tiefer in die Tasche. Foto: Green Solutions

Eine neue Studie der Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher & Partners zeigt, dass sich das Konsumverhalten der Verbraucher verändert und das Thema Nachhaltigkeit eine immer größere Bedeutung einnimmt.

Global Sustainability Study 2021

Die von der Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher & Partners international unter mehr als 10.000 Befragten (über 1.000 in Deutschland) durchgeführte Global Sustainability Study 2021 macht deutlich, dass in den vergangenen Jahren bei Konsument:innen ein signifikanter Paradigmenwechsel stattgefunden habe hinzu mehr Nachhaltigkeit. Demnach gaben hierzulande 74 Prozent an, ihr Konsumverhalten in den vergangenen fünf Jahren leicht bis deutlich nachhaltiger verändert haben. Der weltweite Durchschnitt liege hier bei 63 Prozent.

Kaufentscheidung: Nachhaltigkeit hinter Preis und Qualität

Bei 58 Prozent der Befragten Deutschen gilt Nachhaltigkeit als ein relatives bis sehr wichtiges Kaufkriterium. Damit liegt Deutschland nur knapp hinter dem weltweiten Wert von 60 Prozent. Primär entscheiden die Deutschen ihren Kauf allerdings immer noch nach Kriterien wie Preis und Qualität. „Die Bedeutung von Nachhaltigkeit im Kaufprozess wird weiter zunehmen. Bereits heute nennt die Hälfte der Verbraucher Nachhaltigkeit als einen der wichtigsten Werttreiber. Die Erwartungen der Konsumenten an Nachhaltigkeit steigen: Nachhaltigkeit wird künftig die Norm, nicht mehr die Ausnahme. Dementsprechend müssen Unternehmen umdenken und sie zu einem zentralen Bestandteil ihres Wertversprechens machen“, sagt Dr. Andreas von der Gathen, Co-CEO von Simon-Kucher.

Konsument:innen bereit, mehr für nachhaltige Produkte zu zahlen

Für den Handel wichtig zu wissen ist, dass im Durchschnitt knapp ein Drittel der Befragten in Deutschland bereit sei, für nachhaltige Produkte oder Dienstleistungen auch tiefer in die Tasche zu greifen. Hier sind die Verbraucher:innen vor allem bei Konsumgütern (40 Prozent) bereit, mehr zu bezahlen, wenn die Produkte nachhaltig sind. Im Durschnitt seien die Menschen bereit, einen Aufschlag von 18 Prozent zu akzeptieren, weltweit ist die Spanne sogar noch höher, denn global gesehen waren die Befragten bereit Preissteigerungen von 25 Prozent für nachhaltige Produkte hinzunehmen.