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Studie zum Einrichten in Deutschland: Hauptsache individuell

Die individuelle Einrichtung spielt für 20- bis 30-Jährige eine wichtige Rolle. Dies ist das Ergebnis der Studie „Hauptsache individuell – Eine Studie zum Einrichten und Dekorieren in Deutschland“ anlässlich der Tendence 2012. Im Auftrag der Messe Frankfurt befragte die Marktforschung Eva Altenburg 20- bis 30-Jährige im Vergleich mit 50- bis 60-Jährigen. „Das Einrichten ist auch Suche nach der eigenen Identität. 

Die 20- bis 30-Jährigen bringen damit den Wunsch nach Selbstverwirklichung und Individualität zum Ausdruck“ so Stephan Kurzawski, Mitglied der Geschäftsleitung Messe Frankfurt Exhibition GmbH.

Wohnaccessoires und Dekoartikel sind beliebt, da sie ohne großen Aufwand Veränderungen ermöglichen. Dabei verfolgen die Befragten einen pragmatischen Ansatz: Bei Wohnaccessoires und Haushaltswaren steht der Nutzen im Vordergrund. Zwar kauft diese für den Handel wichtige Zielgruppe aufgrund knapper Budgets auch Massenprodukte, sie entwickelt daraus jedoch einen eigenen Stil. Bei größeren Anschaffungen wird verstärkt auf die Bekanntheit der Marke geachtet.

Ideen zur Einrichtung und Dekoration finden die 20- bis 30-Jährigen durch das Betrachten von Auslagen in Schaufenstern und Möbelhäusern sowie im Internet und in verschiedenen TV-Formaten. Für beide Gruppen der Befragten ist die eigene Wohnung in erster Linie Rückzugsort und Ruhepol: ein geschützter Raum, an dem man so sein kann, wie man ist und an dem man sich von der Hektik des Alltags erholen kann.

Besonders stark tritt dieser Wunsch bei den 20- bis 30-Jährigen hervor. Für sie stellen die Vielzahl an Wahlmöglichkeiten sowie der hohe Druck von außen häufig eine Belastung dar. Abseits vom stressigen Alltag sehnen sie sich daher nach einem Ort der Entschleunigung.

Die 50- bis 60-Jährigen setzen beim Kauf von Einrichtungs- und Dekorationsgegenständen stärker auf qualitativ hochwertige Produkte. Auch das Thema Nachhaltigkeit ist für sie wichtig. Darin spiegeln sich auch die Bedürfnisse nach innerlicher Zufriedenheit und Ausgeglichenheit und der Wunsch, Verantwortung zu übernehmen.

Bei beiden Gruppen bleibt der Handel die Einkaufsquelle Nummer eins. Dort werden Wohnaccessoires und Dekoartikel nach wie vor in erster Linie gekauft. Zu wichtig sind der optische Eindruck vor Ort und die Haptik. Dabei sind vor allem bei Kleinteilen auch spontane Mitnahmekäufe beliebt. Durch eine attraktive Schaufenstergestaltung oder ansprechende Auslagen lässt sich die Mehrheit der Befragten inspirieren und zum Kauf motivieren. Dabei spielt auch die Individualität in der Ansprache eine wichtige Rolle, da insbesondere die jüngeren Befragten stark auf Individualität und ihren persönlichen Stil achten.

Die Tendence (24. bis 28. August 2012) sieht sich als die wichtigste Orderplattform und das bedeutendste Trend-Barometer der zweiten Jahreshälfte. Sie verfügt über ein umfassendes Produktangebot mit Relevanz für alle Vertriebsformen des Handels: Für den Einzelhandel ist die Tendence der entscheidende Ordertermin für das Weihnachtsgeschäft, Großabnehmern gibt sie einen ersten Überblick über Produktneuheiten für die kommende Frühjahrs- und Sommersaison 2013.

Mit 2.063 Ausstellern aus 67 Ländern und mehr als 52.000 Facheinkäufern belegte die Tendence im vergangenen Jahr mit 130.000 Bruttoquadratmetern auf neun Hallenebenen den gesamten Westteil des Frankfurter Messegeländes. (ts)