TASPO GartenMarkt

TASPO extra Klima & Bewässerung: nicht nur heiße Luft

Es gibt viele Ventilatoren auf dem Markt, nicht jeder ist auch im Gewächshaus von Nutzen. Insbesondere die für den Wohnbereich oder gewerblichen Einsatz gedachten Modelle wie dreiflügelige Deckenventilatoren, sogenannte Casablanca-Schwenker, bringen nur zwei bis drei Meter Luftstrom und sind im Kulturgewächshaus nicht brauchbar.

Technikberater Björn Wenzel erläuterte bei einem Ventilator-Seminar am Versuchszentrum Gartenbau Straelen ihre Wirkungsweise. Aufgehängt werden sie, um im Gewächshaus verschiedene Zwecke zu erfüllen: Sie sollen dafür sorgen, dass sich die Wärme im Haus gleichmäßig verteilt und dass sich keine kalten Ecken bilden können. Sie sollen weiterhin dafür sorgen, dass die Temperatur weitgehend gleich ist, oben wie unten, vor allem den Pflanzenbestand erreicht, egal ob er auf Tischen oder am Boden steht. Das soll nicht nur zur gleichmäßigen Temperaturführung beitragen, sondern die Luftfeuchte senken, gegen Botrytis vorbeugen und damit das Kulturrisiko mindern.

In der Praxis gibt es in Deutschland viele verschiedene Gewächshaustypen. Darüber hinaus eine Vielzahl von Einbauten und Hindernissen im Haus. Sie alle nehmen Einfluss auf den Verlauf der Luftströmung des Ventilators. Wenn die Heizungsrohre niedrig hängen, bricht die Strömung genau dort ab. Sie gelangt nicht bis zu den Kulturen dahinter, in dem Pflanzenbestand ist dann keine Bewegung mehr. Daher versuchen vertikal ausblasende Ventilatoren diesem Missstand zu begegnen. Und zwar wird oben, unter dem Energieschirm von den Ventilatoren Luft angesaugt und die Wärme mitgenommen und nach unten geblasen. Das Versuchszentrum Straelen hat mit diesen Modellen Tests gemacht.

Erfahren Sie mehr über die Testergebnisse und die verschiedenen Ventilator-Modelle im TASPO extra Klima & Bewässerung unserer aktuellen TASPO Ausgabe 20/2013. (fri/ts)