TASPO GartenMarkt

TASPO/BBE-Umfrage: Leichter Optimismus - Energiepreise bedrücken

Das Stimmungsbild des grünen Einzelhandels belebt sich wieder. Insbesondere in den alten Bundesländern (Index von 107,58) blicken die Händler deutlich zuversichtlicher in die Zukunft als noch im Januar (Index von 97,33). Die BBE Köln befragte dazu 100 Blumengeschäfte und Gartencenter in Ost und West im Auftrag der TASPO. Mehr als ein Viertel aus den Altbundesländern erwartet demnach steigende Umsätze in den nächsten Monaten, jeder dritte rechnet mit höheren Kundenzahlen. Ein Viertel hofft mittelfristig sogar auf Gewinnzuwächse. Auch die eigene Geschäftslage wurde insgesamt besser beurteilt als zum Jahresbeginn: 36 Prozent der Befragten in den westlichen Bundesländern sehen sich in einer guten Lage, im Januar gaben dies nur 26 Prozent an. In den neuen Bundesländern bleibt die Stimmung dagegen erneut deutlich unterhalb des West-Niveaus. Allerdings ging auch hier die Zahl der Negativstimmen etwas zurück: Der Index kletterte von 70,23 im Januar auf 82,30 im März. Dennoch muss das Stimmungsbarometer bei den ostdeutschen Einzelhandelsbetrieben noch stark nach oben steigen, um den gesamtdeutschen Index der 100er Marke überschreiten zu lassen. Ein Überschreiten der Marke bedeutet, dass unter den Befragten die Optimisten in der Mehrheit sind. Dies ist mit einem Index von 101,48 für Gesamtdeutschland im März nur knapp gelungen. So breitet sich zwar leichter Optimismus im grünen Einzelhandel aus, auf ein rundherum zufriedenstellendes Frühjahrsgeschäft lässt dieser Wert allerdings nicht schließen, wozu auch das Osterfest, das in diesem Jahr besonders früh lag und eisige Temperaturen bescherte, beigetragen haben mag.

Für die große Mehrheit der Befragten (69 Prozent) ist denn auch der Wintereinbruch und das schlechte Wetter der Grund für Umsatzeinbrüche im März. Dies empfanden Gartencenter (93 Prozent) stärker als Blumenfachgeschäfte (42 Prozent). In einer schlechten Unternehmenslage sieht sich aber nur jedes fünfte Unternehmen der Befragten in Ost und West. Im Vergleich zum herausragenden März 2007 (mit einem Top-Indexwert von 141,25) ist das diesjährige Frühjahr demnach bis jetzt relativ schlecht gelaufen. Dies dokumentieren auch andere Stimmen aus der Praxis insbesondere aus Gartencentern. Für diesen Vertriebsweg gibt es Berichte, wonach die ersten beiden Monate im Jahr sogar besser liefen als der März als traditioneller Auftakt-Monat in die Saison. Doch kurbelte bei 47 Prozent der befragten Gartencenter das milde Wetter im März das Frühjahrsgeschäft auch an und trug zur guten Einschätzung der eigenen Lage in Gartencentern bei. Die Einschätzungen zum Verlauf des Frühjahrsgeschäftes sind also sehr uneinheitlich. Davon unabhängig bleibt ein Trend bestehen: Die Lage des eigenen Unternehmens wird oftmals positiver eingeschätzt als die der Branche. In einer guten Lage sehen sich laut TASPO/BBE-März-Umfrage 36 Prozent in West und 21 Prozent in Ost, aber nur 27 Prozent in West und 17 Prozent in Ost sehen die Branche in einer guten Lage. Von einer guten, konsumfreudigen Stimmung berichten sechs Prozent der Befragten. Ebenso viele verbuchen eine steigende Nachfrage nach natürlichen Produkten aufgrund der Ökowelle. "Der Kunde will den Garten als Erholungsoase", stellte ein Gartencenter fest. Das Bedürfnis nach Luxus und Lifestyle nimmt zu.