TASPO GartenMarkt

TASPO/BBE-Umfrage: Neue Werbeformen gewinnen an Bedeutung

Der Facheinzelhandel wird weiterhin auf Flyer und Print-Anzeigen bei seinen Werbeformaten setzen. 36 Prozent der im Januar von der BBE-Unternehmensberatung (Köln) im TASPO-Auftrag befragten 48 Gartencenter und 52 Blumenfachgeschäfte stimmten zwar der Aussage zu, dass 2010 der Einzelhandel sein Werbebudget für ebendiese Medien zugunsten anderer Werbeformen kürzen wird. Immerhin 32 Prozent sind aber noch unentschieden und stimmten nur bedingt zu. Dass neue Werbeformate keine zunehmende Rolle in der Zukunft spielen werden, behaupteten nur 17 Prozent der Befragten. Es wird sich also bei der Kundenansprache einiges verändern, sind die meisten überzeugt. Zurzeit geben die befragten Betriebe 54 Prozent ihres Marketingbudgets für Anzeigen in Printmedien aus, im Westen etwa 17 Prozent mehr als im Osten. Für Beilagen sowie Prospekte und Broschüren investierten die Betriebe jeweils ungefähr ein Drittel ihres Budgets, wobei die Unternehmen im Westen verstärkt auf Beilagen (37 Prozent) setzen, während Ostunternehmen nur zu zehn Prozent ihres Budgets in diese Werbeform steckten. Dagegen sind Investitionen in Prospekte und Broschüren bei Betrieben in West und Ost ungefähr gleich beliebt. Blumenfachgeschäfte geben ferner fast 50 Prozent ihres Werbebudgets für Werbung in ihrem Geschäft aus (so genanntes Instore-Marketing), während Gartencenter gerade einmal 20 Prozent dafür investieren. 41 Prozent aller Befragten gaben dazu an, dass Marketingmaßnahmen im Geschäft den gleichen Erfolg wie andere Werbeformen hätten, allerdings teilten im Westen doppelt so viele Betriebe diese Ansicht wie im Osten. Fast einstimmig waren die Befragten sich einig, dass gute Verkaufsmitarbeiter das A und O sind und damit "sehr wichtig" beim Instore-Marketing - also allen Werbemaßnahmen am Point of Sale: 91 Prozent der Befragten waren dieser Meinung. Ebenfalls von großer Bedeutung, so stuften die Geschäftsinhaber ein umfangreiches Sortiment ein. Hier urteilten 62 Prozent mit "sehr wichtig" und 34 Prozent mit "wichtig". Kooperative Maßnahmen der Hersteller und Lieferanten wurden von 64 Prozent aller Befragten als wichtig angesehen, dem Einsatz von neuen Technologien ordneten die Befragten mit 64 Prozent etwas geringere Wichtigkeit zu. Auf die Frage, wie die Umfrageteilnehmer in ihrem Unternehmen fest- und sicherstellen, dass Kunden immer genau das bekommen, was sie brauchen und wünschen, suchten 92 Prozent das persönliche Gespräche mit dem Kun-den oder bieten Möglichkeiten zur gezielten Bestellung (83 Prozent), regelmäßige Sortimentsanpassung (64 Prozent) und genaue Kundenbeobachtung (47 Prozent). Auch Kundenbefragungen, Kundenkartei und Meckerbox wurden häufiger genannt. Seltener setzten die Unternehmer Informationen wie die Auswertung des Warenwirtschaftssystems, Trendforschung über Marketingunternehmen, Trendmitteilungen von Messen, Kundenseminare zur Gartengestaltung, Serviceangebote, Mitarbeiterschulungen zur Bedarfsermittlung, die Beobachtung von Neuvorstellungen und Dekotipps in Zeitschriften ein.