TASPO GartenMarkt

TASPO/BBE-Umfrage zur Umsatzsteigerung: Welche Strategie ist richtig?

Neukunden zu gewinnen ist wichtiger, als sich auf die Treue der bestehenden Kunden zu verlassen. Diese Ansicht vertritt mit 68 Prozent ein Großteil der bundesdeutschen Gartencenter und Blumenfachgeschäfte, wie die Juli-Umfrage der BBE-Unternehmensberatung (Köln) ergab. Danach gibt ein Drittel der Befragten (32 Prozent) an, dass diese Aussage in jedem Fall zutrifft. Weitere 46 Prozent sind der Meinung, dass dies zumindest bedingt der Fall ist. Doppelt so viele Blumenfachgeschäfte (28 Prozent) wie Gartencenter (14 Prozent) und weit mehr Ost- (32 Prozent) als Westunternehmen (19 Prozent) lehnen diese Strategie dagegen ab und wollen traditionell mehr auf die Pflege ihrer Stammkunden setzen. Ähnlich gehen die Meinungen auseinander, wenn es um das Thema Umsatzsteigerungen geht: Der Großteil der Befragten (61 Prozent) hält es für wichtiger, den Durchschnittsbon des einzelnen Kunden als die Häufigkeit seiner Einkäufe zu erhöhen. Ein Fünftel der Befragten (20 Prozent) ist sich hier völlig sicher, dass dies die richtige Strategie ist, zwei Fünftel (41 Prozent) halten dies immerhin für bedingt richtig. Auch hier vertreten weit mehr Gartencenter (71 Prozent) als Blumenfachgeschäfte (51 Prozent) diese Ansicht, umgekehrt lehnt ein weitaus größerer Teil der Blumenfachgeschäfte (49 Prozent) als Gartencenter (29 Prozent) diese Ansicht ganz oder teilweise ab. Auffällig: Weit mehr Ost- (73 Prozent) als Westunternehmen (58 Prozent) stehen hinter dieser Strategie.

Vielfältig gestalteten sich die Vorschläge, wie sich der Durchschnittsbon der Kunden erhöhen lässt: "Qualifizierte Beratung, umfangreiche Kundengespräche" gab mit 39 Prozent der überwiegende Teil der Befragten - hierunter mehr Gartencenter (44 Prozent) als Blumenfachgeschäfte (35 Prozent) und weit mehr Ost- (50 Prozent) als Westunternehmen (36 Prozent) - an. An zweiter Stelle der Nennungen landete der Vorschlag "Zusatzartikel anbieten - beispielsweise Übertöpfe, spezielle Dünger oder Erden". Diese Strategie hält ein Fünftel (21 Prozent) der Befragten für zweckmäßig - Gartencenter ebenso wie Blumenfachgeschäfte (22 beziehungsweise 21 Prozent), aber weitaus mehr West- (26 Prozent) als Ostunternehmen (fünf Prozent). Als drittwichtigste Möglichkeit, den Durchschnittsbon zu erhöhen, nannten die Befragten ein "breites Sortiment" (14 Prozent). Dies schlugen vor allem West- (17 Prozent), weniger Ostunternehmen (fünf Prozent) vor, Gartencenter und Blumenfachgeschäfte jedoch gleichermaßen (14 beziehungsweise 13 Prozent). Als weitere Strategien zählten die Gartencenter vor allem "eine hohe Qualität im Sortiment" (zehn Prozent) sowie "Mitnahmeartikel an der Kasse" und eine "Sortimentserweiterung mit branchenfremden Produkten" mit je acht Prozent, auf - gefolgt von "einer "anspruchsvollen Warenpräsentation und Ladendekoration" und "verstärkten Werbemaßnehmen" und ein auf den Kundenstamm abgestimmtes Sortiment mit je sechs Prozent. Weitere Informationen lesen Sie in der aktuellen TASPO Ausgabe Nr. 34