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Tipps für die nächste Hitzewelle

Wirklich effektive Möglichkeiten, um die hohen Temperaturen in Tunneln und Glashäusern weiter herunterzuschrauben, gebe es kaum, so Technikberater Otto Domke (Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen).

Allerdings nennt er ein paar Punkte, auf die zu achten sich lohnen kann - denn die nächste Hitzeperiode kommt bestimmt, und wenn es nächstes Jahr ist.

Domke empfiehlt leerstehende, ungenutzte Gewächshausflächen trotzdem zu schattieren. Es kann sonst zu so hohen Temperaturen kommen, dass Bauteile Schaden nehmen. Wannen von Ebbe-Flut-Tischen beispielsweise, die aus Kunststoff bestehen, verziehen sich bei der extremen Wärme und werden unbrauchbar. Die Schattierung eines leeren Hauses ist daher sinnvoll, auch wenn es zusätzliche Arbeit bedeutet.

Schaltschränke mit Elektronikbauteilen heizen sich bei Hitze ebenfalls auf. Sie kommen an die Grenze ihrer Belastungsfähigkeit. Eine Folge ist, dass die Geräte schneller altern, wie etwa die Kondensatoren. Dies kann unter Umständen zu späteren Fehlfunktionen einzelner Bauteile führen, die auf den ersten Blick nicht deutlich werden.

Bei erhöhtem Wasserbedarf durch häufiges Gießen kann vor allem die benötigte Wassermenge ein Problem darstellen. Wird Wasser aus fremden Quellen entnommen, so Domke, müssen vorher die Salz- und Eisengehalte überprüft werden. Die Wasserproben untersucht die Lufa (Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt). Schneller geht es mit einem handlichen EC-Messgerät. So lassen sich Schäden an den Kulturen vorbeugen.