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Toom testet Mehrweg-Lösung zum Pflanzentransport

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In insgesamt 34 Märkten will die Baumarktkette Toom mit einem Pilotprojekt ein umweltfreundliches Mehrwegsystem zum Pflanzentransport testen. Zuletzt wurden immer wieder Stimmen laut, dass besonders Bau-, Garten- und Supermärkte zu viel Plastikmüll durch Einwegtrays und -paletten verursache.  

Die Baumarktkette Toom testet in einem Pilotprojekt eine Mehrweglösung für den Pflanzentransport. Foto: Daria Shevtsova/ Pexels

Kritik an Einweglösungen beim Pflanzentransport

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) nutzte den Saisonbeginn im Frühjahr und klassische Blumenschenktage wie Muttertag in diesem Jahr dazu, auf den im Gartenbau verursachten Plastikmüll beim Pflanzentransport aufmerksam zu machen. Demnach landen laut DUH jährlich rund 39 Millionen Einwegplastikpaletten im Müll, was durch Mehrweglösungen vermieden werden könne (TASPO Online berichtete). Die Vermeidung von Plastikmüll betreffe mittlerweile nahezu alle Lebensbereiche und stelle eine große Herausforderung dar. Bei der Garten-, Balkon- und Terrassengestaltung erfahren Pflanzen aus regionaler Produktion, die dazu noch bienenfreundlich sind eine immer größere Bedeutung bei den Verbraucher:innen, kurz das Thema Nachhaltigkeit bestimmt die Nachfrage mittlerweile in besonderem Maße. Um diesen Umständen gerecht zu werden, hat man sich bei der Baumarktkette Toom dazu entschlossen, einen Beitrag zu leisten und hat im Juli ein Pilotprojekt mit einer Mehrweglösung zum Pflanzentransport in 34 Filialen.

Toom nutzt mehrere Millionen Einwegpaletten pro Jahr

Um den Pflanzentransport von Gärtnereien über Lager und Märkte bis hin zum Kunden nutzt man bei Toom laut eigener Aussage jährlich mehrere Millionen Einweg-Pflanzenpaletten. Mit der neuen Mehrweg-Lösung solle dieser unnötige Plastikmüll künftig vermieden werden. Im Rahmen des Pilotprojektes holen Produzenten die Mehrwegpaletten im Pflanzenlager von Toom in Bottrop ab und nutzen diese zukünftig für die Anlieferung der Pflanzen. In den Mehrweg-Paletten werden die Warern schließlich auch auf die Märkte verteilt. Von dort aus kommen die leeren Paletten zurück ins Lager und kommen wieder in die Gärtnereien. „Weniger Verpackungsmüll, auch im Gartenbereich – das ist unser erklärtes Ziel“, erklärt Theo Keysers, Purchasing Director Plant bei Toom.

Bessere Klimabilanz schon nach zehnmaliger Nutzung

„Wir können dadurch aber nicht nur Plastik einsparen, sondern zusätzlich unsere Kohlenstoffdioxid-Bilanz verbessern. Denn eine unabhängig durchgeführte Studie besagt, dass die Mehrwegsysteme im Gegensatz zu Einwegsystemen bereits nach zehnmaliger Nutzung 30 Prozent CO₂ einsparen können. Das zahlt auf unsere nachhaltige Leitlinie `Vermeiden, verringern, verbessern` ein“, führt Keysers weiter aus. Mit dieser Leitlinie hat sich die Rewe Group bis Ende 2030 dazu verpflichtet, sämtliche Eigenmarken-Verkaufsverpackungen sowie Serviceverpackungen in seinen Unternehmen hinsichtlich ihrer Umweltfreundlichkeit zu optimieren.

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