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Trotz Digitalisierung: Stationärer Handel nicht tot

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Auch wenn die Digitalisierung im Gartenmarkt voranschreitet, ist der stationäre Handel längst nicht tot. Im Gegenteil: Wie die Messe Essen berichtet, kommen die Online-Vermarktungskanäle der Internet-Pure Player und diejenigen der Hersteller gerade einmal auf vier Prozent Anteil am Gesamtmarkt.

Im Schnitt wuchs der E-Commerce in den letzten zehn Jahren um zwölf Prozent, während der stationäre Handel lediglich um 0,2 Prozent nach oben kletterte. Foto: Pixabay

Verkaufsstarke POS-Konzepte für Gartencenter

Kunden wollen auch im digitalen Zeitalter Produkte „erleben“, also fühlen und selbst in Augenschein nehmen, ja vielleicht sogar ausprobieren. Deshalb zeigt die Trendschau hortivation in Halle 13 während der IPM 2018 unter dem Thema „Family Garden“ verkaufsstarke POS-Konzepte für Gartencenter. Grünstylist Romeo Sommers beleuchtet das Motto sortimentsübergreifend und an gesellschaftlichen Trends wie Nachhaltigkeit und Transparenz orientiert.

Internet und Online-Handel spielen (nicht nur) im Gartenmarkt jedoch eine immer größere Rolle. Wie die Studie „Total Retail 2017“ von PwC darlegt, recherchieren 60 Prozent aller Kunden im Internet, bevor sie im stationären Handel kaufen. Nicht zuletzt deshalb setzen viele Händler am POS inzwischen auf digitale Endgeräte, auf denen die Sortimente in Katalogen einsehbar sind und auch Waren bestellt werden können, die im Laden vor Ort nicht vorrätig sind, dort dann aber abgeholt oder sogar bis vor die Haustür geliefert werden können.  

2020: Erst Internetrecherche, dann Kauf im stationären Handel

Die Studie geht davon aus, dass bis 2020 sogar 75 Prozent aller Kunden im Internet recherchieren werden, bevor sie im Geschäft den Kaufabschluss tätigen. Dieses Szenario ist für den stationären Handel das verträglichste. Allerdings gaben 34 Prozent der Studienteilnehmer auch an, durch Amazon und Co. nun wesentlich weniger im Laden einzukaufen.

Schon heute kaufen 85 Prozent der 18 bis 34-Jährigen mindestens einmal im Monat online ein, 15 Prozent sogar täglich. Im Durchschnitt shoppen 14 Prozent aller Deutschen mindestens einmal die Woche im Internet – Tendenz steigend. Dabei spielt das Smartphone eine wichtige Rolle: 57 Prozent der Smartphone-Nutzer verwenden ihr Gerät zum Einkaufen.

E-Commerce: „Lebend Grün“ steckt noch in den Kinderschuhen

Im Schnitt wuchs der E-Commerce in den letzten zehn Jahren um zwölf Prozent, während der stationäre Handel lediglich um 0,2 Prozent nach oben kletterte. 2016 wurden in Deutschland insgesamt 48,7 Milliarden Euro über E-Commerce umgesetzt. Davon entfielen rund 760 Millionen Euro auf den deutschen Gartenmarkt. Das ist ein Plus von 15 Prozent im Vorjahresvergleich.

Die Warengruppe „Lebend Grün“ steckt dabei allerdings noch in den Kinderschuhen, konnte aber einen prozentualen Zuwachs in 2016 von 3,9 Prozent und in den ersten beiden Quartalen 2017 von 6,1 Prozent ausweisen. Für 2017 werden rund 55 Milliarden Euro Umsatz über E-Commerce prognostiziert, was eine Steigerung von über 12 Prozent bedeuten würde.