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TU Berlin: Wassersparendes Gewächshausprojekt ausgezeichnet

Wie die Technische Universität Berlin in einer Presseinformation mitteilt, vergab die Industrie- und Handelskammer der spanischen Provinz Almeria im Rahmen der Messe für erneuerbare Energien und Wassertechnologien in Almeria (Spanien) den Ricardo Carmona Preis in Höhe von 10000 Euro für die beste wissenschaftliche Arbeit an das Forschungsprojekt "Watergy" ( www.watergy.info). Das Projekt beinhaltet ein Verfahren zur Wasserrückgewinnung in geschlossenen Gewächshäusern und wurde vom Institut für Architektur, Fachgebiet Gebäudetechnik und Entwerfen der Technischen Universität Berlin initiiert und geleitet.

Der Forschungsprototyp wurde im größten europäischen Gemüseanbaugebiet in Gewächshäusern bei Almeria errichtet. Die Projektgruppe konnte durch dieses Verfahren der Luftbe- und -entfeuchtung bis zu 75 Prozent des zur Pflanzenbewässerung im Gewächshaus eingesetzten Wassers zurückgewinnen und somit den Wasserbedarf auf unter 0,5 Liter pro Quadratmeter reduzieren. Herkömmliche Gewächshäuser benötigen drei bis vier Liter. Das Verfahren wird hierdurch für den Erwerbsgartenbau in Trockengebieten interessant. Nur die Luftfeuchtigkeit, die durch verbleibende Undichtigkeiten insbesondere an den Notlüftungsklappen nach außen gelangt, geht dem System verloren.

Weitere Ergebnisse des Pflanzenanbaus im geschlossenen Gewächshaus sind der bisher völlige Verzicht auf Pestizide und die Möglichkeit der optimierten Anreicherung von CO2 als Pflanzennährstoff. Das Klima- und Lüftungssystem im Watergy-Gewächshaus basiert einzig auf natürliche Auftriebs- und Abtriebskräften sowie auf einem Kühlsystem, das passiv durch die nächtliche Auskühlung regeneriert wird.