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VDG-Gartencenter: Wettbewerb um beste La‘Bio!-Kräuter-Präsentation entschieden

Der Wettbewerb um die beste La‘Bio!-Kräuter-Präsentation ist entschieden. Der Verband Deutscher Gartencenter (VDG) rief im Frühjahr seine Mitglieder auf, sich daran zu beteiligen. Es winkten attraktive Gewinne. Viele nutzten die Gelegenheit, sich über ein parallel angebotenes Kräuterseminar mit Nadine Weckardt fit zu machen für den Wettbewerb. 

Die ersten Drei beim VDG-La‘Bio!-Wettbewerb ermittelte der Verband mit Haubensak (Regensburg), Ostmann (Bad Zwischenahn), BHG Luckau. Die Gewinner erhalten jeweils 200 Euro für ein Essen mit ihrem Kräuter-Team.

In Vorbereitung auf den La‘Bio!-Wettbewerb hatte der VDG das Kräuterseminar am 19. Juni im Gartencenter FloraWelt Dorsten veranstaltet. Vor dem Hintergrund des sehr unterschiedlichen Erfolgs der Gartencenter in der Nachsaison lautete das Thema „Kräuter attraktiv in Szene setzen – auch außerhalb der Hochsaison“.

Das Seminar zeigte Chancen auf, das Thema Kräuter auch im Sommer und Herbst auf den Programmpunkt im Verkauf zu setzen. Kräuter bieten neben der Verwendung zum Kochen viele weitere Nutzungsmöglichkeiten. Gerade zum Herbst kann das Thema Gesundheit in beispielhaften Aufbauten sehr gut durchgespielt werden, so der VDG. Weitere Erfolgsthemen nennt der Verband mit Gourmet, Grillen, Wellness, Artenvielfalt und Gesundheit.

Worauf es bei einer guten Kräuter-Präsentation ankommt und wie man Zusatzartikel verkaufsfördernd einbindet, erklärt Seminarleiterin Nadine Weckardt gegenüber der TASPO. Die oft nur grünfarbigen Kräuter müssen, etwa mit farbigen Hintergründen, in Szene gesetzt werden.

Hilfreich hierfür sind zum Beispiel Stellwände, farbige Keramik, farblich witzige Zusatzartikel wie ein Gartenzwerg in leuchtendem Pink oder kräftig gefärbtes Salatbesteck. Zu Themenaufbauten wie „Alles zur Grillparty“ oder „Teestube“ sind genügend Zusatzartikel vorhanden und bringen die Themen auch stimmungsvoll rüber.

Bei einer Kräuterpräsentation geht Frische über alles. Die Aufbauten müssen gut zu pflegen sein und öfter als andere Aufbauten kontrolliert, aufgefüllt und überarbeitet werden. „Ich vergleiche einen Kräuteraufbau in Gedanken immer mit der Auslage einer Metzgerei oder Bäckerei“, macht Weckardt die hohen Anforderungen an die Frische deutlich.

Um Kräuter außerhalb der Saison zu verkaufen, muss man sie als Ganzjahrespflanze etablieren. Beispielsweise Kräuter als Wellnessgeschenk, Struktur-Schmuckpflanze, Kräuter mit Duft für Garten und Haus oder als ganzjährige Nutzpflanze. „Warum soll man etwa Lavendel nicht als Saisonpflanze für das Bad verwenden können?“, regt Weckardt neue Verwendungsideen an. „Die Haltbarkeit von Lavendel ist in jedem Fall länger als die eines Blumenstraußes und dabei günstiger.“

Viele interessante Kräuter neben den allgemein bekannten warten darauf, für das Gartencenter-Sortiment entdeckt zu werden. „Diese Kräuter müssen regelmäßig wechselnd vorgestellt gesetzt werden. Dies könnte zum Beispiel im Eingangsbereich passieren mit Beschilderung: ‚Hier stellt sich vor … der Waldmeister‘. Ein innovativer, witziger Aufbau wäre hier empfehlenswert“, so Weckardt.

Kräuter sollten auf Wechselflächen präsentiert werden. Neben einer Erlebnisfläche mit Themenaufbau findet der Kunde eine ruhige Fläche, auf der nur Masse geboten wird. Die in der Erlebnisfläche eingebundenen Artikel dürfen nicht schnell schlampig wirken oder gar verderblich sein. Negativ-Beispiele nennt Weckardt: schmutzige, feuchte Servietten, schmutzige Stofftischdecken, verdrecktes Glas. „Artikel, die sehr gut verwendet werden können, sind Keramik, Korb, farbige Kunststoffartikel, Holz, Kies … alles, was nicht verdreckt und anfällig für Wasserflecken ist.“

Um einen sinnvollen Erlebnis-Aufbau zu gestalten, sind nach Meinung Weckardts etwa drei Quadratmeter notwendig. Die Fläche, auf der Masse präsentiert wird, sollte etwa viermal so groß sein wie die Erlebnis-Fläche. „In der Hauptsaison kann das sogar etwas mehr sein, da Hauptkräuter wie Rosmarin, Thymian und Lavendel nie vergriffen sein sollten.“ Die Kräuterflächen orientieren sich immer an der Gesamtfläche des Garten-Centers.

Die gröbsten Fehler, die beim Aufbau von Kräutern gemacht werden: zu farblos, ohne Thema, zu viele Zusatzartikel, zu gemischte Artikel (Keramik, Korb, Zink in einem Aufbau), zu viele verschiedene Kräuter in einem Aufbau, keine klare Strukturierung.

Um Marken, etwa die von La‘Bio!, klar erkennbar zu präsentieren, braucht man eine ausreichende Beschilderung. Die Töpfe müssen zum größten Teil sichtbar sein, weiß die Expertin. Es muss eine klare Abgrenzung der Marke von anderen Marken oder Nicht-Marken auf der Fläche erfolgen, empfiehlt Weckardt.

Ihre weiteren Tipps zur Umsetzung: „Ein gutes Ambiente erzielen wir durch den Einsatz von ruhebringenden Rückwänden. Beim Einsatz von Zusatzartikeln müssen wir ein klares Thema setzen und die Artikel überlegt dazu aussuchen. Sortiert wird nach Klarheit und Farbgebung. ‚Passt der gewählte Artikel wirklich in meine Stimmung, in mein Farbthema oder mein Styling hinein?‘, ist eine gute Kontrollfrage dafür. Vermieden werden sollte, mehrere Themen in einen Aufbau zu packen“, unterstreicht die Floristmeisterin.

„Die Warenträger für alle Kräuter sollen einheitlich sein. Gute Pflegbarkeit der Kräuter und einfache Reinigung der Warenträger müssen gewährleistet sein. Präsentation in normaler Tischhöhe ist gut – da Kräuter meist unscheinbar sind. Ich könnte mir vorstellen, rollbare Aluminium-Tische zu verwenden und diese mit einer natürlich wirkenden Schürze zu umranden, beispielsweise Holz“, so ihr Tipp, wie man das passende Ambiente zur Präsentation schafft. (rve)