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Verkaufsgewächshäuser: Trend zu Sonderglas-Lösungen

Ein neuer gestalterischer Trend kristallisiert sich bei den Konstruktionen von Gartencentern und Verkaufsgewächshäusern heraus. Neben der klassischen Anordnung von senkrechten Scheiben steigt die Nachfrage nach optisch modernen und architektonisch anspruchsvollen Varianten, beobachtet der Gewächshaus- und Gartencenterbauer Kräss GlasCon. 

Gefragt: Querliegende Scheiben. Werkfoto

Er setzte bereits in einigen Projekten diesen Trend um. Querliegende Scheiben vor allem im Eingangs- und Frontbereich eines Verkaufsgewächshauses böten den Kunden einen ganz besonderen ersten Eindruck.

„Die imposanten Glasflächen sind zeitgemäß und bieten viel Raum für Individualität. Die Drehung der Scheiben um 90 Grad lässt den Eingangsbereich moderner und frischer wirken und schaffen ein neues und zeitgemäßes Aussehen“, so Kräss.

Neben der modernen Anordnung von querliegenden Streben werden auch farbige Scheiben eingesetzt, um einen besonderen, optischen Effekt zu erreichen. Hier spielen neben optischen auch werbliche Aspekte eine Rolle. In manchen Fällen steht aber auch der Wunsch nach Sichtschutz beim Einsatz von farbigen Scheiben an erster Stelle.

Bei Glas-Konstruktionen werden farbige Klebefolien verwendet. Sie werden nach dem Verglasen direkt angebracht. Aufgrund von thermischen Aspekten – wie Sonneneinstrahlung, hohe Temperatur- und Feuchtigkeitsunterschieden – empfiehlt Kräss, diese hochwertigen Klebefolien bestmöglich nur in Verbindung mit ESG-Glas einzusetzen.

Eine noch bessere „Färbemöglichkeit“ biete das Verbund-Sicherheitsglas (VSG). Die Verbundfolie im VSG kann eingefärbt werden. „Die Farbpalette ist hier schier grenzenlos und bietet den Architekten und Planern viele Möglichkeiten. Prinzipiell erscheint die nachträgliche Beklebung neben einem vorbeschichteten Blechpaneel als die kostengünstigste Investitionslösung“, erläutert Kräss.

Das Niedrigenergie-Gartencenter Raiffeisenmarkt Olpe wurde in den oberen Scheibenreihen in Email-Glas ausgeführt. Die unteren Reihen sind mit Sonnenschutzglas Stopsol grün ausgeführt. Die ESG-Verglasung des OBI Gartenparadieses setzt ebenfalls auf emailliertes Glas. Damit wird thermisch vorgespanntes Glas bezeichnet, bei dem während des Vorspannprozesses eine farbige Emailleschicht eingebrannt wird. Die Emaillierung erfolgt aus technischen Gründen einseitig auf der Schutzgasseite des Floatglases. Emaillierte Scheiben können zu Verbundsicherheits- oder Isolierglas weiterverarbeitet werden, so Kräss. (ts)