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Verstorben: Gerd Kammlott

Gerd Kammlott ist am 14. Januar verstorben. Das Unternehmen Gärtnereibedarf Kammlott GmbH wird inzwischen von seiner Familie gemeinsam mit dem bestehenden Team weitergeführt.

Gerd Kammlott. Foto: privat

Nach seiner Ausbildung als Gärtner im Bereich Samenbau bei „VEG Saatzucht-Zierpflanzen Erfurt“ besuchte Kammlott die Fachschule für Gartenbau in Quedlinburg. Bereits Anfang der 1970er Jahre begann er, nebenberuflich Blumen anzubauen und investierte in ein erstes Gewächshaus und einige Cymbidien.

Damit hatte er eine echte Marktlücke in der eher von Mangel geprägten DDR-Wirtschaft aufgetan. Anfang der 1980er Jahre wurden auf teilweise abenteuerlichen Wegen moderne Züchtungen aus dem nichtsozialistischen Ausland erworben, die verpackt in viele kleine Pakete mit der Aufschrift „Geschenksendung, keine Handelsware“ in Großrudestedt ankamen. So entstanden eine für die DDR bemerkenswerte Sammlung aus Cymbidium-, Odontocidium-, Cattleya- sowie Phalaenopsis-Hybriden und eine florierende kleine Spezial-Gärtnerei.

Nach der Wende gründete Kammlott 1990 ein Großhandelsunternehmen für Gärtnereibedarf. Nachdem die Infrastruktur in Großrudestedt nicht mehr ausreichte, investierte er in Erfurt und eröffnete dort 1999 seine neue Betriebsstätte. Kammlott wollte dem ostdeutschen Gartenbau helfen und unterstützte oftmals Gartenbaubetriebe in schwierigen Situationen durch Lieferungen und Stundungen. Daneben engagierte sich Kammlott im Landesverband Gartenbau Thüringen, teilweise auch als Mitglied des Vorstandes. (gvt)