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Verzögertes Frühjahr: Praktiker meldet Umsatzeinbußen

In ihrem kürzlich vorgelegten Geschäftsbericht zum 1. Quartal 2013 verzeichnet die Praktiker AG wesentliche Umsatzeinbußen aufgrund des lang anhaltenden Winters. Im Vergleich zum Frühjahr 2012 sei der Konzernumsatz (In- und Ausland) um 10,4 Prozent auf 570,1 Millionen Euro gesunken. 

Parallel habe sich der saisonübliche operative Verlust trotz weiterer Kostenreduzierungen von 59,1 auf 91,7 Millionen Euro erhöht. Mit nun wieder steigenden Temperaturen verbindet der Konzern jedoch die Erwartung, dass sich zumindest Teile des ausgebliebenen Umsatzes in die absatzstarken Monate zwischen Frühjahr und Sommer verschieben. Trotz des witterungsbedingten Ertrags-Rückschlages fortgesetzt hat Praktiker die strategische Neupositionierung des Konzerns. Kernstück dieses Prozesses ist der Umbau weiterer Teile des deutschen Praktiker-Filialnetzes auf die Marke Max Bahr.

„Das schneereiche und viel zu kalte erste Quartal 2013 hat im Geschäftsverlauf der Praktiker AG tiefe Bremsspuren hinterlassen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Armin Burger vor der Presse in Hamburg. Jetzt laute die Devise: „Abhaken und alle Kräfte auf die Auflösung des Nachfragestaus nach Baumarkt- und Gartenartikeln im zweiten Quartal konzentrieren“. Es gebe keinen Grund, von dem beschrittenen Weg der Neuausrichtung des Konzerns abzuweichen. So werde man den Filial-Umbau auf die Marke Max Bahr auch in der zweiten Jahreshälfte planmäßig weiter verfolgen.

Den rund zehnprozentigen Umsatzrückgang führt Praktiker laut Burger überwiegend auf den Monat März zurück, denn in den ersten beiden Monaten des Jahres habe die Umsatzentwicklung noch auf Vorjahresniveau gelegen. Im März ließen sich der Information zufolge aber nur noch vier Fünftel des Vorjahresumsatzes erzielen.

Insgesamt nahm der Umsatz im deutschen Markt im ersten Quartal 2013 um 9,9 Prozent (flächenbereinigt 7,7 Prozent) auf 457,7 Millionen Euro ab. Nach allen verfügbaren Indikationen schätzt das Unternehmen, dass dieser Rückgang geringer ausgefallen sein dürfte, als im Durchschnitt der Branche. Er sei aber durch erhebliche Preiszugeständnisse bei Werbeaktionen, die zu Lasten des Bruttoergebnisses vom Umsatz gingen, erkauft worden. (ts/ks)