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Viertes Zineg-Versuchsgewächshaus wird im September am Standort Osnabrück eröffnet

Das neue Versuchsgewächshaus des Zineg-Forschungsverbundes am Standort Osnabrück wird am 22. September eröffnet und offiziell seiner Bestimmung übergeben, teilt das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) mit. Neben Osnabrück gibt es drei weitere Zineg-Standorte. Im Mai dieses Jahres wurde ein Zineg-Gewächshaus am Queckbrunnerhof in Schifferstadt eröffnet, zwei weitere Versuchshäuser in Berlin und Hannover bereits im vergangenen Jahr. 

Das Zineg-Versuchsgewächshaus in Osnabrück ist mit einem hoch isolierenden Wärmeschutzglas eingedeckt. Foto: A. Bettin/HS Osnabrück

Die Versuchsanlage in Osnabrück
Nach vier Monaten Bauzeit wurde die insgesamt 300 Quadratmeter große Versuchsanlage Ende Februar dieses Jahres in Betrieb genommen. Sie besteht aus zwei Gewächshäusern: einem an die Untersuchungsbedingungen angepassten Gewächshaus mit Wärmeschutzverglasung und einem Referenzhaus, das nach dem heutigen Stand der Technik ausgestattet ist.

Beide Häuser besitzen eine durchgängige Firstlüftung und eine zusätzliche Schattierung an der Stehwand. Untersucht werden soll die Pflanzenqualität unter einer hoch isolierenden Gewächshaushülle (Wärmeschutzglas). Die Versuche leiten Andreas Bettin, Fachgebiet Zierpflanzenbau, und Dr. Hans-Peter Römer, Fachgebiet Technik im Gartenbau von der Hochschule Osnabrück.

Rechnerisch ergibt sich bei einem Gewächshaus mit einer Eindeckung aus Wärmeschutzglas ein Energieeinsparpotenzial von etwa 70 Prozent. Die Einsparung wird während der gesamten Versuchsdauer erfasst. Zudem soll ermittelt werden, wie durch technische Maßnahmen die Probleme der höheren Luftfeuchte und einer möglichen Lichtminderung durch das Wärmeschutzglas gelöst werden können. 

 

Pelargonien und Impatiens
Im ersten Jahr sollen zunächst die Dichtigkeit der Versuchsgewächshäuser und der Einfluss durch die Eindeckung auf die Pflanzenqualität ermittelt werden. Zur Prüfung der Lichtwirkung und des Energieverbrauchs hat das Forschungsteam die Kulturen Pelargonium und Impatiens der Neuguinea-Gruppe ausgewählt, die hohe Temperaturansprüche aufweisen.

Während Pelargonien einen hohen Lichtbedarf besitzen, sind die Lichtansprüche von Impatiens geringer. Außerdem besitzen beide Kulturen eine gro-ße Marktbedeutung. Beim Auswerten der Versuche sollen neben gemessenen Wuchseigenschaften auch ökonomische Bewertungen von Praktikern einfließen.

Das Verbundprojekt Zineg wird gefördert durch das Bundesumweltministerium (BMU) und die Landwirtschaftliche Rentenbank unter Federführung des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMELV) mit Unterstützung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).