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Vorhandenes zu optimieren steht im Vordergrund beim Energiesparen

Manche älteren Gartenbaubetriebe könnten ihren Energieverbrauch bei konsequenter Ausschöpfung der Energiesparpotenziale um etwa die Hälfte senken und damit Energieverteuerungen abfedern. In modernen Betrieben seien diese Potenziale aber ausgeschöpft und es lohne sich, über alternative Energieträger nachzudenken. Um diese Aussage des Gartenbau-Technikberaters Ralf Ludewig vom Landratsamt Tübingen drehte sich das Indega-Seminar "Rationeller Heizenergieeinsatz im Gartenbau" am 20. Juni in der LVG Heidelberg. Die Themenpalette reichte von der Wärmedämmung an bestehenden Gewächshäusern bis zu Klimaregelstrategien, Nutzung alternativer Energieträger, Blockheizkraftwerke und Praxiserfahrungen mit Kohle, Holz und Biogas. Alte freistehende Gewächshäuser schlucken laut Ludewig sehr viel mehr Energie als moderne doppelbedachte Blocks und sollten daher eher für kalte denn für Warmhauskulturen genutzt werden. Sein Vergleich: Bei einer Innentemperatur von 18 Grad und einer Größe von 1000 Quadratmeter hat das frei stehende Gewächshaus aus dem Jahr 1980 einen Energiebedarf von 82 000 Liter Öl pro Jahr. Hierbei wurde Eindeckung mit Einfachglas, Nutzung eines Acrylschirms und 400 Kilowatt Kesselleistung zugrunde gelegt.