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Wandbegrünung mit Kühleffekt: Pflanzen ersetzen Klimaanlage

In Wien stellte das Start-up-Unternehmen Adaptivia GmbH (Wien) Ende Juli ein neues Bewässerungssystem für Fassadenbegrünungen vor, dessen Temperatur regulierende Wirkungsweise den Einsatz von Klimaanlagen in Gebäuden überflüssig machen könnte. Dies geht aus einer aktuellen Pressemitteilung der IniTS Universitäres Gründerzentrum GmbH (Wien) hervor.

Kernstück des Systems seien modernste Mess- und Steuerungseinheiten, deren Datenaustausch drahtlos über das Internet erfolge. Daten von Sensoren könnten so fernab vom Standort in Hochleistungsrechnern verarbeitet und Steuerungsimpulse unkompliziert an den „Einsatzort“ zurückgesendet werden. Es werde somit möglich, komplexe Messdaten ortsunabhängig von leistungsfähigen Rechenzentralen effizient in Echtzeit bearbeiten zu lassen.

Nach Angaben von IniTS werden damit hochpräzise Steuerungen für Anwendungen möglich, wo bisher teure lokalgebundene Systeme notwendig waren. Dies sei ein riesiger Markt, der unter anderem auch Chancen im Bereich der Bewässerungssysteme städtischer Grünflächen biete.

Ihn zu erschließen, hat sich die Adaptivia GmbH zum Ziel gesetzt und fand dabei im Universitären Gründerzentrum IniTS einen hilfreichen Partner, dessen Unterstützung die gleichzeitige Entwicklung und Finanzierung der Technologie sowie die Erstellung eines betriebswirtschaftlichen Konzeptes zur Vermarktung ermöglichte.

Dem jungen Unternehmen wurde es so nach eigenen Angaben möglich, bereits während der technischen Entwicklungsphase eine betriebswirtschaftlich solide Basis zu schaffen – und auch ohne Bankkredite eine überzeugende Ökobilanz zu erreichen. (ts/ks)

Lesen Sie mehr über die Umsetzung dieser neuen Technologie in der aktuellen TASPO Ausgabe 35/2013.