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Weihnachtsbäume: Cutter im Vergleich

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Die Weihnachtsbaumernte ist ein wahrer Knochenjob. Die Tage sind kurz, das Wetter mit Minustemperaturen, Dunkelheit, Nässe und Schnee sind oft alles andere als ein Vergnügen, und dennoch sollen viele Bäume in kurzer Zeit vom Stamm geholt werden. Eine Erleichterung im Gegensatz zum Gebrauch von Kettensägen stellen die Cutter dar.

Der Cutter von Treepacker hat eine fest stehende und eine bewegliche Schneidbacke. Foto: Liebgard Jennerich

Erntearbeit ohne Bücken und Motorsägenlärm

Sie ermöglichen die Erntearbeit ohne Bücken und ohne Motorsägenlärm. Voraussetzung für den Einsatz jeglicher Cutter ist, dass die Bäume stumpfbeschnitten sind, andernfalls findet man den Stamm nur schwer.

Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Maschinenbauern, die diese Geräte im Angebot haben: als kleine Selbstfahrer oder als Anbaugeräte an Trägerfahrzeuge. Dazu zählen unter anderem die deutschen Hersteller Lipco und Treepacker. Die meisten Anbieter, darunter Egedal, Jørgen Jensen, Jutek, Jutrak, Øster Slaarup Engineering und Team Services ApS, kommen allerdings aus Dänemark.

Auf dem Feldtag der Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holsteinischer Weihnachtsbaumproduzenten konnten sich die rund 50 Teilnehmer in einer kleinen Cutter-Vorführung über die Arbeitsweise sowie die Vor- und Nachteile von unterschiedlichen Fabrikaten informieren.

Dänischer Prototyp außer Konkurrenz

Gewissermaßen außer Konkurrenz lief der Prototyp, den der Däne Jørgen Jensen entwickelt und die Firma HD2412 (Trittau) eine Zeit lang für die Vermarktung in Deutschland in ihrem Programm hatte. Er arbeitet sehr zuverlässig und ist auch heute noch in den Betrieben im Einsatz. Positiv ist seine Wartungsfreiheit. Die Schneideinheit verfügt über eine fest stehende und eine bewegliche Backe. Dadurch fallen die abgeschnittenen Bäume alle auf eine Seite. Die Stämme zeigen in die Gasse, was den Abtransport erleichtert.

Eine neue Cutter-Version mit abgedecktem Motor wird von der Firma Treepacker (Dobersdorf) angeboten. Die Scheren sind 20 Zentimeter länger, die Klingen aber relativ kurz. Das System mit der einen feststehenden Backe wurde beibehalten, sodass auch hier alle Bäume – bis zu einem Stammdurchmesser von 150 Millimetern – nach dem Schnitt in eine Richtung fallen.

Cutter mit beweglichen Schneidbacken

Dritte Maschine in der Praxisvorführung war die VJT 150-F, eine robuste Fällmaschine aus dem Hause T. H. Thomsen a/s. Im Unterschied zu den vorgenannten Maschinen sind hier beide Schneidbacken beweglich, sie haben einen hohen Schneiddruck, schneiden die Stämme – bis zu einer Dicke von 150 Millimetern – ebenerdig ab und öffnen sich nach dem Schnitt automatisch wieder.

Egedal, einer der Spezialisten für Maschinen und Geräte für den Weihnachtsbaumanbau, kann einen Cutter vorweisen, der – als größten Unterschied zu den anderen gezeigten Geräten – mit kontinuierlicher Drehzahl läuft. Die Geschwindigkeit geht von null bis fünf Stundenkilometern. Auch hier ist vorwärts- und rückwärtsfahren möglich. Die Scheren verfügen über zwei bewegliche Backen, wie der VJT, die während des Fahrens offen stehen.

Mehr zum Cutter-Vergleich lesen Sie in unserem TASPOextra Weihnachtsbaum in der aktuellen TASPO 39/2015.