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Weltgrößtes Vertical-Farming-Netzwerk entsteht

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Das Vertical-Farming-Unternehmen Infarm mit Hauptsitz in Berlin erhält insgesamt 170 Millionen US-Dollar aus einer Series-C-Finanzierungsrunde, um damit das weltgrößte Vertical-Farming-Netzwerk aufzubauen. Innerhalb der kommenden fünf Jahre soll das Gesamtvolumen der Farmen verzehnfacht werden.

Mit ihren Indoor-Farmen will das Berliner Unternehmen weiter wachsen, dabei behilflich, die Finanzspritze von insgesamt 170 Millionen US-Dollar. Foto: Infarm / Merav Maroody

Anbaufläche soll verzehnfacht werden

Eine sogenannte Series-C-Investitionsrunde bringt dem Berliner Unternehmen Infarm insgesamt 170 Millionen US-Dollar von mehreren Investoren. Dazu gehören LGT Lightstone, Hanaco, Bonnier, Haniel und Latitude sowie die bestehenden Infarm-Investoren Atomico, TriplePoint Capital, Mons Capital und Astanor Ventures. Am Ende der Investionsrunde solle sich das Kapital auf rund 200 Millionen US-Dollar belaufen, wodurch die Gesamtfinanzierung von Infarm mehr als 300 Millionen US-Dollar betragen werde. Das gab der Spezialist für vertikale Indoor-Farmen kürzlich bekannt. In den nächsten fünf Jahren werde Infarm sein Netzwerk von aktuell 50.000 Quadratmetern Fläche auf 500.000 Quadratmeter verzehnfachen und somit zum größten modular verteilten Farming-Netzwerk der Welt werden.

Neue Generation vertikaler Farmen werden entwickelt

Durch diese Finanzspritze will das globale Netzwerk nicht nur weiter wachsen, es soll zu dem in die Entwicklung einer neuen Generation vertikaler Farmen investiert werden, die über eine Cloud miteinander verbunden sin sollen. Diese neuen Farmen sollen ertragreicher sein, als die bisherigen und in etwa dem Ertrag eines Hektars herkömmlicher landwirtschaftlicher Fläche entsprechen. Durch die Integration von Fortschrittlicher Technik und Software sparen die neuen Farmen bei der Produktion nachhaltiger und regionaler Lebensmittel an Arbeitskraft, Land, Wasser und Energie, sowie an unzähligen Transportkilometern. Schon in den vergangenen zwölf Monaten konnte Infarm sein Netzwerk erweitern und die Kooperationspartner Albert Heijn (Niederlande), Aldi Süd (Deutschland), COOP/Irma (Dänemark), Empire Company Ltd (Sobeys, Safeway, Thrifty Foods - Kanada), Kinokuniya (Japan), Kroger (USA), Marks & Spencer und Selfridges (beide Großbritannien) für sich gewinnen. Insgesamt ist Infarm aktuell in zehn Ländern und 30 Städten vertreten. Geerntet werden monatlich mehr als 500.000 Pflanzen mit einer steigenden Tendenz. Dabei kommt man mit 99,5 Prozent weniger Platz als bodengebundene Landwirtschaft aus und benötigt 95 Prozent weniger Wasser und keinerlei chemische Pestizide.

„Größere Wirkung auf globaler Ebene erzielen“

„Die Coronavirus-Pandemie hat die dringenden landwirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit weltweit ins Rampenlicht gerückt. Wir bei Infarm glauben, dass es eine bessere und gesündere Möglichkeit gibt, unsere Städte zu ernähren: ein verbesserter Zugang zu frischen, reinen, nachhaltigen Produkten, die so nah wie möglich bei den Konsumenten angebaut werden. Da wir bis 2025 die Fläche unserer Farming-Anlagen in Europa, Nordamerika und Asien auf 500.000 Quadratmeter skalieren werden, wird uns die aktuelle Investition dabei helfen, mit unserem Netzwerk eine größere Wirkung auf globaler Ebene zu erzielen und tausende Hektar Land und Millionen Liter Wasser einzusparen und letztlich die Art und Weise zu verändern, wie Menschen ihre Nahrungsmittel anbauen, essen und über sie denken”, freut sich Erez Galonska, Mitbegründer und CEO von Infarm über das frische Kapital.

„Mehrwert für die gesamte Lieferkette“

Dharmash Mistry, Partner bei LGT Lightstone: „Mit einer Kundennachfrage im Wert von über einer Milliarde US-Dollar und Partnerschaften mit 17 der 50 führenden Lebensmittelhändler der Welt wird Infarm den Markt mit einem einzigartigen nachfrageorientierten, modularen Geschäftsmodell revolutionieren“, erklärt Dharmash Mistry, Partner bei LGT Lightstone die Investion. „Was an Infarm äußerst reizvoll ist, ist ihr innovativer und modularer Ansatz, der modernste Technologie einsetzt, die einen Mehrwert für die gesamten Lieferkette schafft, von dem sowohl die Einzelhändler als auch die Endkunden profitieren“, fügt Pasha Romanovski, Co-founding Partner bei Hanaco Ventures hinzu.

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