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Wie aus Müll Tomaten und Blumen werden

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Nachhaltigkeit in Reinform: Das japanische Müll-Verwertungs-Unternehmen Toyama Kankyo Seibi K.K. setzt moderne Technologie ein, um mit der Hilfe von Abfallverbrennung Erdbeeren, Tomaten und Schnittblumen zu produzieren.

Technologisch am Puls der Zeit: Kankyo Seibi KK möchte mit der Hilfe von Müllverbrennung 500 Tonnen Tomaten jährlich produzieren. Foto: Dusan Kostic Fotolia

Dampf für das Gewächshaus durch Müllverbrennung

Jährlich sammeln die Mitarbeiter von Toyama Kankyo Seibi K.K. 300.000 Tonnen Müll. Den Abfall teilen sie in drei Typen auf: recyclebar, brennbar, nicht-brennbar. Während nicht brennbarer Müll auf einer nahegelegenen Deponie gelagert wird, wandern die brennbaren Materialien in den Ofen.

Die Hitze speist eine Dampf-Turbine, die Elektrizität erzeugt. Die erzeugte Energie würde reichen, um im Jahr rund 700 Haushalte mit Energie zu versorgen. Doch das Unternehmen verwendet den erzeugten Strom und die Abhitze, um Gewächshäuser zu betreiben. Das alles ist Teil eines staatlich geförderten Projekts, das Japan zu einer der führenden Gartenbau-Nationen machen soll.

Wärmespeicherndes Material hilft Gewächshaus zu heizen

Mit der Abhitze des Dampfs wird Öl in großen Containern erhitzt, das wiederum seine Wärme an eine wärmespeichernde Substanz abgibt, die sich ebenfalls im Innern befindet. Dann wird der Container zu einem Wärmetauscher gebracht, der Teil des Gewächshauses ist und kaltes Wasser erhitzt, das wiederum ins Innere gepumpt wird und gleichzeitig warme Luft erzeugt, die über Ventilatoren ins Gewächshaus gespeist wird.  

28 Produktionsstätten betreibt Toyama Kankyo Seibi K.K. bisher. Das größte Gewächshaus beherbergt 2.500 Quadratmeter Produktionsfläche.  Über das ganze Jahr hinweg produziert das Unternehmen hauptsächlich Tomaten, gefolgt von Schnittblumen und Erdbeeren. Das Produktionsvolumen beläuft sich auf einen Wert von sechs Millionen US-Dollar.

Toyama Kankyo Seibi K.K. will 500 Tonnen Tomaten produzieren

Toyama Kankyo Seibi K.K. plant, in diesem Jahr 500 Tonnen Tomaten und 1,4 Millionen Schnittblumen zu ernten. Die Ware ist für den japanischen Markt bestimmt, wird aber auch nach Thailand exportiert.