TASPO GartenMarkt

Wie eine Verkaufsgärtnerei sich neu erfindet

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Einladend, hochwertig, modern: Die Gärtnerei Schlüter in Bad Oeynhausen hat im vergangenen Jahr ihren Boutique- und Floristikbereich erneuert. Pünktlich zum 20-jährigen Jubiläum schaffte sich das Unternehmen damit einen echten Hingucker und Kundenmagneten.

„Zu unserem 20-Jährigen müssen wir neu dastehen“

Im Jahr 2000 eröffnete Ralf Schlüter seine Verkaufsgärtnerei mit angeschlossenem Produktionsgewächshaus und Baumschulbereich. Die Planungen für diese stammten noch aus dem Jahr 1998 – dem vorigen Jahrtausend – und so stand für den Zierpflanzenmeister fest: „Zu unserem 20-Jährigen müssen wir neu dastehen.“ Das Prunkstück seiner Erneuerung ist der Boutique- und Floristikbereich. In moderner, grauer Betonoptik gehalten werden dort Schiefer, Holz und Metall wirkungsvoll kombiniert. Das hochwertige Design hat seinen Grund: „Wir haben schon ein etwas höherpreisiges Klientel, deswegen wollten wir nicht einfach nur Regalwände – wir wollten es schön haben“, erklärt Ralf Schlüter.

Natürlich gibt es schön nicht umsonst, wie er weiter erzählt. Insgesamt 200.000 Euro hat sich Ralf Schlüter diese Auffrischung kosten lassen. Neben dem Boutique- und Floristikbereich sind darin auch ein neuer Kassenbereich, ein größerer Parkplatz und eine neue Schattierung inbegriffen. Ausgezahlt hat sich das Investment jedoch: Alleine im Boutiquebereich konnten die Umsätze fast verdoppelt werden, wie der Zierpflanzenmeister verrät. „Dieser Bereich ist vorher eher stiefmütterlich behandelt worden“, fährt Schlüter fort, „weil ich Gärtner bin und auf Pflanzen stehe. Das hier machen unsere Floristinnen – und die gehen da natürlich drinnen auf.“

Unterstützung vom Profi bei der Umgestaltung

Um diese Auffrischung auch entsprechend umsetzen zu können, holte Ralf Schlüter sich Unterstützung von der Innenarchitektin Marie-Anne Gerdemann vom Ladenbau und Raumdesign-Unternehmen Raum in Form. „Wir haben uns auch die Konzepte anderer Innenarchitekten angeschaut, Frau Gerdemann konnte aber durch ihr Konzept mit Metallelementen, Pyramiden und Pavillons überzeugen“, erläutert Schlüter seine Entscheidung. Diese hat er bisher nicht bereut, denn auch die Zusammenarbeit mit der Innenarchitektin lief problemlos ab: „Ich habe das im Herbst in Auftrag gegeben und im Februar wurde dann schon alles aufgebaut“, erinnert er sich. Lobenswert fand er auch die nachhaltige Arbeitsweise der Innenarchitektin: „Unsere alten Möbel haben wir teilweise noch hier drinnen stehen, wie etwa unsere Holztische. Die haben wir einfach grau umgestrichen. Das fand Frau Gerdemann auch super – was wir noch verwenden können, das können wir auch verwenden.“

Freie Sichtachsen und übersichtliche Pyramiden

Das Konzept der Innendesignerin überzeugt insbesondere durch seine Offenheit. Lange Sichtachsen lassen den Boutiquebereich größer erscheinen, als er ist – die längste Sichtachse etwa zieht sich quer durch den gesamten Boutiquebereich, unter einem Metallpavillon hindurch bis hin zur Floristik. Die einzelnen Verkaufsinseln im Boutiquebereich sind meist pyramidenartig angelegt: In kreativer Anordnung finden sich dort Produkte von Boden- bis Brusthöhe in Kisten, auf Regalen und Tischen oder von oben hängend aufgereiht. Kunden sehen so auf einen Blick viele Artikel, welche nicht selten in wirkungsvoller Kombination mit anderen Artikeln und Deko-Elementen stehen. Das Pyramidenkonzept lädt zum Schlendern um die einzelnen Verkaufsinseln ein, nichts ist versteckt – und trotzdem gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken.

Das Pyramidensystem wird auch im Floristikbereich erfolgreich genutzt. Auf zwei nebeneinander platzierten, größeren Pyramiden direkt vor den Arbeitstischen der Floristinnen stehen leicht sichtbar präsentiert Schnittblumen in ihren Vasen. Ihnen gegenüber finden sich auf weiteren, kleineren Pyramiden und wandseitig stehenden Regalen diverse Luxusartikel, welche auf Sträuße wartende Kunden zu weiteren Spontankäufen anregen. Weine, Gewürze, Dips und Tee – alle aus einer gehobenen Qualitätsklasse – zählen zu diesen „Verführern“. Der letzte Haltepunkt ist die Beratungsecke: Vom übrigen Floristikbereich durch Regale und dekorative, halbhohe Wände getrennt, findet sich dort eine Stuhlgruppe mit Tisch, an welcher Kunden in relativer Ruhe etwa zu Hochzeits- oder Trauerfloristik beraten werden können.

► Mehr zur Umgestaltung der Gärtnerei Schlüter lesen Sie in TASPO GartenMarkt.

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