TASPO GartenMarkt

Wie reagieren Rosensorten auf Äthylen?

Im Gegensatz zu Nelken und Schleierkraut gelten Schnittrosen bisher als eher wenig anfällig für Äthylen. Ihre Vasenhaltbarkeit wird also weniger stark durch Äthylen beeinträchtigt. Ein gemeinsames Programm von zwei US-amerikanischen Hochschulen (University of Florida, University of California) sowie der kolumbianischen Universidad de la Sabana brachte nun neue Erkenntnisse. Demnach variieren Schnittrosensorten in dieser Beziehung sehr deutlich.

Als hoch anfällig wurden die Sorten ‘Leonidas’, ‘Osiana’ und ‘Rubor’ eingestuft. Eine Palette von 20 Sorten wurde eingestuft als „moderat anfällig“. Dazu zählen etwa ‘Freedom’, ‘Vendela’ und ‘Red Sensation’. Acht weitere Sorten erwiesen sich als nur gering bis nicht anfällig: ‘Brooke’, ‘Carrousel’, ‘Circus’, ‘Clear Ocean’, ‘Forever Young’, ‘Gold Strike’, ‘Jade’, ‘Lina’. Eine Konzentration von einem ppm Äthylen (entspricht einem Kubikzentimeter Äthylen in einem Kubikmeter Luft), der die Rosen für 24 Stunden ausgesetzt wurden, verminderte das Vasenleben je nach Sorten um 13 bis 78 Prozent.
Bei einigen Sorten, vor allem ‘Osiana’ und ‘Freedom’, öffneten sich die Knospen aufgrund des Äthyleneinflusses schlechter und die Blätter fielen schneller ab oder wurden schneller unansehnlich. Die Rosen für diese Versuche stammten aus Kolumbien und Ekuador. Die Vorbehandlung erfolgte praxisüblich. (Quelle: FloraCulture International, Juli-August 2011)

(eh)