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WM der Floristen: Triebe verpasst Treppchen nur knapp

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Die Weltmeisterschaft der Floristen ist entschieden. Während sich der Australier Bart Hassam den Titel holte, verpasste der für Deutschland ins Rennen gegangene Stephan Triebe mit Platz 4 das Siegertreppchen nur knapp.

Stephan Triebe beim Lösen seiner ersten Wettbewerbsaufgabe beim FTD-Fleurop-Interflora World Cup 2019. Foto: Fleurop/Jens Poulsen

Floristen aus 23 Ländern kämpfen um Weltmeistertitel

Floral-Designer aus insgesamt 23 Nationen – von Australien bis Vietnam – waren vom 1. bis 3. März im Pennsylvania Convention Center zum FTD World Cup angetreten. Für Deutschland startete der 30-jährige Hamburger Stephan Triebe, der die Jury beim nationalen Vorentscheid mit seiner floristischen Interpretation des Themas „Metamorphose“ restlos von seinem Können überzeugt hatte.

„Wahnsinn, ich freue mich riesig über diese einzigartige Chance und werde für euch mein Bestes beim World Cup geben“, zeigte sich der Gewinner der Deutschen Meisterschaft der Floristen 2016 nach seiner Qualifikation euphorisch über seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2019.

Vier Werkstücke entscheiden über Einzug ins Halbfinale

Beim FTD World Cup musste Triebe wie seine Mitbewerber zunächst vier Werkstücke fertigen. Anhand dieser Aufgabenstellung lichtete sich das Teilnehmerfeld erstmals, denn nur die zehn besten Wettkämpfer konnten sich für das Halbfinale der nach 1985 erstmals wieder in den Vereinigten Staaten stattfindenden Weltmeisterschaft qualifizieren:

  • Stephan Triebe (Deutschland)
  • Tamas Mezöffy (Ungarn)
  • Myeon Oh (Süd Korea)
  • Wie Yao (China)
  • Natalia Zhizhko (Russland)
  • Vincenzo Antonuccio (Italien)
  • Pirjo Koppi (Finnland)
  • Premysl Hytych (Tschechien)
  • Bart Hassam (Australien)
  • Kazushiro Sugimoto (Japan)

Triebe sichert sich im Finale Platz 4

Dort erwartete die verbleibenden Bewerber um den Weltmeistertitel eine weitere floristische Aufgabe, nach deren Gestaltung die fünf Finalisten feststanden – darunter auch der deutsche Teilnehmer Stephan Triebe, der sich mit seinen vier verbliebenen Mitbewerbern der alles entscheidenden letzten Aufgabe in der hohen Kunst des Blumenbindens stellte.

Am Ende reichte es für den 30-Jährigen „nur“ für Platz 4, hinter dem neuen Weltmeister Bart Hassam aus Australien, der zweitplatzierten Natalia Zhizhko (Russland) und dem Ungarn Tamas Mezöffy auf dem dritten Platz. Premysl Hychtych aus Tschechien landete im Finale auf dem fünften Platz.

„Bisher größte Herausforderung meiner Floristen-Karriere“

„Die Teilnahme am Fleurop-Interflora World Cup war die bisher größte Herausforderung meiner Floristen-Karriere“, so Triebes Resümee nach der Siegerehrung. „Die Wettbewerbsarbeiten im geforderten Zeitlimit zu präsentieren, hat Kraft gekostet, aber es hat auch unglaublich viel Spaß gemacht! Ich freue mich sehr, zu den besten fünf Floristen der Welt zu zählen und kann mir keinen Beruf vorstellen, der mich mehr erfüllen würde.“

Die im Schnitt alle fünf Jahre ausgetragene Weltmeisterschaft der Floristen fand in diesem Jahr parallel zur Philadelphia Flower Show, der größten Indoor-Flower-Show der Welt, statt.