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Zecken: Impfung gegen FSME-Infektionen empfohlen

Zecken sind Überträger der gefährlichen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Gegen diese Krankheit gibt es keine Medikamente, nur eine Impfung bietet wirksamen Schutz. Aber für einen wirksamen und langjährigen Schutz sind drei Impfungen notwendig.

Sie werden vor allem für Menschen in den sogenannten FSME-Risikogebieten in der Südhälfte Deutschlands empfohlen – also in Bayern, Baden-Württemberg sowie Teilen von Thüringen, Hessen und Rheinland-Pfalz.

Die Impfempfehlung gegen FSME gilt insbesondere für alle, die aus beruflichen Gründen ein erhöhtes Risiko für einen Zeckenstich tragen, wie beispielsweise Gärtner. Nach erfolgter FSME-Grundimmunisierung ist alle drei bis fünf Jahre eine Auffrischimpfung fällig.

Bedingt durch den Klimawandel befinden sich Zecken in Mitteleuropa auf dem Vormarsch. Selbst in den nördlichen Bundesländern treten immer wieder vereinzelt FSME-Erkrankungen auf. Experten befürchten eine weitere Ausbreitung der Risikogebiete in den nächsten Jahren.

Das gefährliche Virus befindet sich im Speichel der Zecke und gelangt durch den Zeckenstich unmittelbar ins Blut des Menschen. Dazu suchen sie sich bevorzugt gut durchblutete Hautstellen, wie Kopf, Ohren, Hals, Achselhöhlen, Kniekehlen, Leistengegend und Zehenzwischenräume aus.

Auch wenn die Erkrankungsrate hierzulande niedrig ist, (statistisch kämen auf 100.000 Einwohner 0,36 FSME-Fälle, in den deutschen Risikogebieten sind es drei bis vier Fälle auf 100.000 Einwohner) wird eine Impfung wegen der zum Teil schweren Krankheitsverläufe und der möglichen Langzeitfolgen empfohlen.

FSME-Erkrankungen können nicht ursächlich, sondern lediglich symptomatisch behandelt werden. Sprays und Lotionen zur Abwehr der Zecken helfen nur bedingt.

Gegen Borreliose, die häufigste von Zecken übertragene Erkrankung, gibt es bislang noch keinen Impfstoff. Durch frühzeitiges Entfernen einer Zecke lässt sich aber das Infektionsrisiko beträchtlich senken.

Zusätzlich ist es ratsam, die Einstichstelle nach einem Zeckenstich genau zu beobachten: Eine kreisförmige Rötung kann ein Zeichen für eine Borreliose sein und sollte ärztlich abgeklärt werden. Sofern sich der Verdacht bestätigt, kann die Borreliose mit einer Antibiotikatherapie behandelt werden.

Die aktuellen FSME-Verbreitungskarten und weitere Informationen finden Sie unter www.zecken.de und www.zeckeninfo.de. Wie hoch die Zeckenaktivität aktuell ist, erfahren Sie unter www.zeckenwetter.de.