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Zierpflanzen: Was der Handel verlangt

Immer mehr Handelsstufen entfallen, damit gehen auch Puffer und ihr Know-how verloren. Rund 20 Einkäufer von großen Einzelhandelsketten versorgen etwa ein Drittel der gesamten Gartenbauware in Deutschland. Und es ist ständig von allen Pflanzen genug am Markt. Gleichzeitig nimmt die Preistransparenz zu und auch international sind die Preise bekannt. So beschrieb Rupert Fey, unabhängiger Unternehmensberater im grünen Markt aus Bergfeld-Stegen, bei der Jahrestagung des rheinischen Fachverbandes Zierpflanzen in Straelen die angespannte Situation am Markt.

Der Handel fordert ein vernünftiges Preis-Qualitäts-Verhältnis, und die Liefersicherheit ist ihm sehr wichtig. Um sich gegenüber den Verbrauchern abzusichern, fordert der Handel eine Zertifizierung der Ware. Denn er fürchtet am meisten die schlechten Noten von Stiftung Warentest und Öko-Test oder Lebensmittelskandale.

Der produzierende Gartenbau macht in dieser Hinsicht noch zu wenig, sagte Fey, um die Pflanzeneinkäufer von Ketten optimal zu bedienen. Neben den Grundbedürfnissen muss man auch Innovationen anbieten, gemeinsame Lösungen erarbeiten, mundgerecht und passgenaue Angebote liefern. Dazu muss man aber seine Kunden und die Verbraucher genau kennen. Für die Zukunft sieht er mehr auf den Endkunden zugeschnitten zu produzieren und dem Handel immer wieder neue Produkte anzubieten. Klare und einfache Lösungen, beispielsweise Grünpflanzen für den Schatten und nie vergessen, dass die Frauen die Macht am Markt haben und viele Dinge anders sehen. Produkt, Verpackung und Marketing müssen darauf abgestimmt sein. (fri)