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„Zineg“ heißt das Zauberwort: Null Kohlendioxid-Emission im Gewächshaus?

Bis zu 70 Prozent der Heizkosten spart das neue System im Vergleich zu Standardgewächshäusern. Deshalb wurde die Zukunftsinitiative Niedrigenergiegewächshaus (Zineg) von der Jury für den Nachhaltigkeitspreis Forschung 2014 nominiert. Das Projekt wird daher nun auch im Fernsehen vorgestellt. Die Abstimmung läuft bis zum 20. November auf der Webseite des Nachhaltigkeitspreises.

Zineg möchte die Kohlendioxid-Emissionen bei der Pflanzenproduktion in Gewächshäusern auf Null reduzieren. Foto: ZINEG

Zineg ging 2009 an den Start. Nach fünf Jahren intensiver Forschungsarbeit trägt das Verbundsprojekt nun Früchte, die sich beispielsweise in der Nominierung für den Nachhaltigkeitspreis Forschung 2014 äußern, der auf das Bundesministerium für Bildung und Forschung zurück geht.

Die Jury begründete die Nominierung wie folgt: „Der Ansatz ist vor allem deshalb geeignet, den Wandel zur Green Economy voran zu treiben, weil er die regionale und klimafreundliche Herstellung von Massenprodukten ermöglicht und verbrauchernah gedacht ist. Damit gibt das Forscherteam Denkanstöße über das Projekt hinaus und Impulse für die Forschung nach dem Motto „Energiesparen macht Gemüse gesund!“

Stimmen für das Projekt oder die beiden Mitnominierten können auf der Webseite des Nachhaltigkeitspreises abgegeben werden.

CO2-Emissionen bei der Pflanzenproduktion auf Null reduzieren
Das Gesamtziel des Verbundvorhabens Zineg besteht darin, die Pflanzenproduktion in Gewächshäusern den Verbrauch fossiler Energie für die Heizung und damit die (fossilen) CO2-Emissionen möglichst auf Null zu reduzieren. Dazu ist ein systemorientierter Ansatz durch Kombination technischer und kulturtechnischer Maßnahmen erforderlich. Die Null-Emission von Kohlendioxid habe nur eine Chance auf Gelingen, wenn das Niedrigenergiegewächshaus als „neues System“ betrachtet und verstanden werde, hieß es während des Fachsymposiums Zineg. Die Verfahrensweisen und Regelstrategien dürfen nicht von den herkömmlichen Gewächshäusern übernommen werden.

Zineg im Fernsehen
Anlässlich der Nominierung wird das Projekt im Programm des Fernsehsenders 3Sat während der Sendung nano porträtiert. Dabei wird das Wissenschaftsmagazin auch auf die beiden Mitnominierten eingehen. Die Beiträge werden von Mittwoch den 05.November 2014 bis Freitag den 07. November 2014 jeweils zwischen 18:30 Uhr und 19:00 Uhr gesendet. Wer die Sendungen verpasst hat, kann diese später in der Mediathek des Senders abrufen.

Weitere Informationen zum Forschungsverbund Zineg finden Sie im Internet unter www.zineg.de. (cm)