TASPO GartenMarkt

Zu finden im Internet: Umfangreicher Einkaufs-Berater für Obstsorten

Veitshöchheim - "Kaufen Sie niemals namenlose Obstbäume" - das rät Oskar Kress von der Bayerische Gartenakademie in Veitshöchheim allen Gartenbesitzern. Denn wer Äpfel, Kirschen, Himbeeren, Erdbeeren, Tafeltrauben, Quitten und andere Früchte aus dem eigenen Garten ernten will, sollte sich daran Jahr für Jahr erfreuen können.

Derzeit wohl aktuellster Einkaufsberater ist die soeben im Rahmen der Reihe Veitshöchheimer Berichte erschienene Broschüre "Die besten Obstsorten für den Haus- und Kleingarten 2006". In dem Ratgeber der Bayerischen Gartenakademie verrät Hubert Siegler von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau LWG in Veitshöchheim die Namen der wohlschmeckendsten und gesündesten Obstsorten. Er und seine Mitarbeiter haben sie zum Teil über viele Jahre hinweg im Versuchsgelände der (LWG) getestet. "Apfel ist nicht gleich Apfel. Nicht jede Traube schmeckt süß. Und nicht jede Zwetschge eignet sich zum Beispiel als Kuchenbelag", erklärt Kress. "Nur bestimmte Sorten stehen für all die Wünsche, die wir an ein Obstgehölz haben: wohlschmeckende Früchte, hoher Ertrag, schöne Wuchsform und vor allem eine gegen Krankheiten resistente Pflanze, die den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln unnötig macht." Gerade frischgebackene Haus- und Gartenbesitzer stehen oft ratlos vor der Pflanzenfülle in Baumschulen und Gartencentern und vertrauten schließlich den auf den Etiketten beschriebenen Eigenschaften. "Doch die Qualität zum Beispiel eines Obstbaums lässt sich oft erst nach Jahren erkennen", betont Kress. "Wer dann umveredeln oder einen neuen Baum pflanzen muss, hat viele Jahre und viele Ernten verloren."

Hilfreich sind in dem Ratgeber auch die Hinweise zum Beispiel zur Erntezeit. Wer jedes Jahr im August und September Urlaub macht, sollte vielleicht Sorten wählen, die erst im Oktober reifen. Wer gerne den ganzen Winter über Obst aus dem eigenen Garten essen möchte, sollte eine lagerfähige Apfelsorte pflanzen. Selbst wer einen reinen Naturgarten sein Eigen nennen möchte, braucht auf persönlichen Nutzen nicht zu verzichten. Unter den Wildobstarten Holunder und Eberesche gibt es Sorten, die sich bestens zu Marmeladen und Likören verarbeiten lassen. Und damit der Apfel und Kirschbaum dem Gartenbesitzer nicht über den Kopf wächst, werden speziell für kleine Gärten geeignete Veredelungsunterlagen beschrieben. Die meisten der in der Broschüre genannten Obstsorten lassen sich über gut sortierte Baumschulen beziehen. Sollte das Gewünschte nicht vorrätig sein, können es die meisten Baumschulen bestellen.

Der Inhalt der Broschüre ist nachzulesen und bequem auszudrucken unter www.lwg.bayern.de/gartenakademie/infoschriften/obst/