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Züchtungsforschung erhält einen Neubau in Quedlinburg

Auf dem Moorberg am südlichen Stadtrand von Quedlinburg wurde diese Woche das neue Instituts- und Verwaltungsgebäude der Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen (BAZ) seiner Bestimmung übergeben. Bereits im Vorjahr nahm auf dem Moorberg die bundesweit größte geschlossene Versuchs-Gewächshausanlage ihren Betrieb auf. Der neue Gebäudekomplex schließt fingerartig an die über 8000 Quadratmeter große Glasfläche an.

Mit der jetzt erfolgten Fertigstellung der Instituts- und Verwaltungseinrichtung sind die Quedlinburger BAZ- Institute für gartenbauliche Kulturen, beziehungsweise für Pflanzenanalytik, die bislang in Aschersleben angesiedelten Institute für Epidemiologie und Resistenz sowie für Resistenzforschung und Pathogendiagnostik unter einem Dach vereint. In die gesamte Anlage investierte der Bund knapp 50 Millionen Euro.

Der Neubau verfügt über 15000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Die Zahl der Arbeitsplätze bewegt sich knapp über 200. Im lichtdurchfluteten, großzügig gestalteten Eingangsbereich (Erdgeschoss) befindet sich der Konferenz-, Bibliotheks- und Cafeteriabereich. Im Konferenzraum finden bis zu 200 Personen Platz. Die sich kammartig an den Gewächshauskomplex anschließenden Gebäudeteile beherbergen in jeweils zwei Etagen die Büro- und Laborräume - die "Denkzellen" der Wissenschaftler.

Bis zum Jahresende werden die einzelnen Institute exakt nach Plan ihren Einzug abgeschlossen haben. Die Büro- und Labortechnik entspricht dem neuesten technischen Stand. Laut Forschungskoordinator Dr. Klaus Peter hat von Baubeginn an ein strenges Sparsamkeitsregime geherrscht. In diese Richtung zielt auch die Pflege der insgesamt 20000 Quadratmeter Grünanlagen durch die Mitarbeiter des 50 Hektar umfassenden Versuchsfeldbereiches. Erfreut zeigte sich Peter von der Auslastung der Gewächshausfläche (rund 140 verschieden große Kabinen, davon 32 Klimakammern).