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Zweites Erdwärme-Projekt: Bohrungen im Westland beginnen

Ende Februar beginnen die Vorbereitungen für ein zweites Geothermieprojekt im niederländischen Westland. Das berichtet VB-Projects (NL-De Lier) die für die oberirdischen Installationen verantwortlich sind.

Bohrturm für Erdwärme vor den Gewächshäusern. Werkfoto

Der Auftrag kommt von VOF Geothermie in De Lier, einer Kooperation von zwei großen Tomatenproduzenten, die zusammen fast 50 Hektar Gewächshäuser damit umweltfreundlich beheizen wollen.

Das Interesse an Geothermie als alternative Energie im Gartenbau ist groß. Doch es bleibe noch die Finanzierung als größte Hürde. Technisch sei die Verwendung von Wärme aus tausenden von Metern Tiefe kein Problem, so der Anlagenbauer. Es gebe inzwischen elf mit Geothermie betriebene Gewächshäuser in den Niederlanden, die meisten davon durch VB Projects erstellt, das ein Tochterunternehmen der VB Group in De Lier ist.

Die Konstruktion von Green Well Westland, dem ersten Geothermie-Projekt im Westland, wurde ebenfalls erfolgreich von VB Projects abgeschlossen. Das neue Vorhaben sei technisch weniger anspruchsvoll, da es sich nur um zwei Gartenbaubetriebe handelt, so Geschäftsführer Marco de Bruijne. Es werden einfach direkt an der Quelle fünf Wärmetauscher platziert: jeweils zwei für einen Gärtner sowie einer als Sicherheit.

Um eine hochwertige Wärme aus der Erde zu erhalten, muss der Bohrer bis auf 2.300 bis 2.500 Meter vertikaler Tiefe gehen. Es wird erwartet, dass diese Tiefe ausreichend ist, um auf Wasser in der gewünschten Temperatur von 85 Grad zu stoßen. Insgesamt sollen dann rund 250 Kubikmeter Wasser pro Stunde hochgepumpt werden. Wenn die Berechnungen korrekt sind, könnte das einem Gegenwert von installierten 13.300 Kilowatt entsprechen.

Die Bohrung ist für Anfang Mai geplant. Ende Februar will VB Projects mit der Montage des gesamten oberirdischen Geothermie-Systems beginnen, bestehend aus Verteilung, einschließlich 2.000 Meter Förderleitungen für Versorgung und Entwässerung, der Automatisierung und der Abgasleitungen. Für Oktober wird erwartet, dass die Erdwärme für die beiden Betriebe nutzbar ist. (fri)