Grüne Branche

11.000 Bäume in elf Monaten

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Stadtbegrünung um dem Klimawandel zu begegnen steht in unzähligen Gemeinden und Kommunen ganz oben auf der Agenda. In der österreichischen Gemeinde Mayrhofen in Tirol wurden in den vergangenen elf Monaten ganze 11.000 Bäume gepflanzt.  

Die Verantwortlichen in Mayrhofen freuen sich über 11.000 geplanzte Bäume in nur elf Monaten: Tobias Reitmeir, Franz-Josef Eberharter, Bürgermeisterin Monika Wechselberger, LH Stv. Ingrid Felipe (v.l.). Foto: becknafoto

Klimawandel mit Bäumen begegnen

Im Zuge des Klimawandels gelten Begrünungen im urbanen Raum seit längerem als best practise Beispiele, einer Überhitzung von Städten entgegenzutreten. Im österreichischen Mayrhofen geht man diesen Schritt vor allem mit der Pflanzung von Bäumen. „Gemeindeplätze zu begrünen, Parkflächen mit Bäumen einzufassen, Blumen und Sträucher zu pflanzen – wo immer auch Platz ist – ist bei uns in der kommunalen Überlegung kein Nischenthema mehr. Die erhöhte „grüne“ Sensibilität, die wir überall spüren, ist auch uns Auftrag“, heißt es in einer Mitteilung der Marktgemeinde Mayrhofen. Aber anstatt Rasenflächen anzulegen, setzt man in Mayrhofen auf nachhaltige winterharte Pflanzen und Bäume. Demnach wurden 2020/21 gerundet insgesamt 11.000 Bäume gepflanzt.

Renaturierung versiegelter Flächen

In Zeiten von Hitzerekorden sei es somit wünschenswert, versiegelte Flächen der Natur zurückzugeben. „Wir „öffnen“ versiegelte Bereiche und begrünen wieder!“ So wurden beispielsweise am Musikpavillonplatz knapp 400 Quadratmeter Asphalt entfernt und durch Grünflächen ersetzt auf denen Bäume gepflanzt, Gras gesät und Rosenstöcke in die Umrandungen gesetzt wurden. Mayrhofen geht als gutes Beispiel voran und stellt die These auf, dass wenn alle Gemeinden Tirols nur 400 Quadratmeter rekultivieren, eine Gesamtfläche von 111.600 Quadratmeter mehr an Grünflächen zur Verfügung stehen würde. Manchmal geht das leider nicht, denn zu viele Verkabelungen, Kanäle und Leerverrohrungen füllen oftmals die Unterwelt. Hier setzt Mayrhofen auf mobile Bäume, wodurch Straßenräumen eine Mehrfachnutzung abgewonnen werden könne.

Wiesen nur einmal im Sommer mähen

Des Weiteren setzt Mayrhofen auf die Entschärfung von urbanen Hitzeinseln und begrünt beispielsweise Schulgebäude. Zudem knüpft man an den mähfreien Mai an und hat Berechnungen angestellt, wie viel Benzin eingespart werden kann, wenn Rasenflächen statt jeden zehnten Tag nur einmal im Sommer gemäht werden. Mit dem Ergebnis, dass dadurch insgesamt 237 Kilogramm CO2 pro Jahr eingespart werden können.

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