Grüne Branche

25 Jahre Gütegemeinschaft Substrate für Pflanzen

Ihr 25-jähriges Jubiläum feierte die Gütegemeinschaft Substrate für Pflanzenbau (GGS) auf ihrer Mitgliederversammlung. Seit ihrer Gründung unterstützt die GGS Gärtner und Hersteller durch die RAL-Gütesicherung von Rindenprodukten, Kultursubstraten und Blumenerden, Substratausgangsstoffen und Substraten für die Dachbegrünung und Baumpflanzung sowie Blähton. Der zunehmenden Bedeutung der GGS entsprechend, war nach Angaben der Gütegemeinschaft die Teilnehmerzahl der Mitgliederversammlung in Papenburg erfreulich hoch. Auf der Mitgliederversammlung ging es unter anderem um die Arbeitsgrundlagen für die wichtige Neuausrichtung der GGS auf zukünftig drei Fachbereiche, die von einer hohen Mitgliederzahl getragen worden sei. Diese zukünftige Konstellation erlaube eine schnellere Abstimmung im Rahmen der Gütesicherung zwischen den Fachbereichen. Die Revision der Gütesicherung Kultursubstrate sei abgeschlossen und die ersten Firmen stellten ihre Gütesicherung bereits um. Erfreulich war nach Angaben der GGS auch die Verleihung neuer Gütezeichen, darunter auch das erste Gütezeichen für Baumsubstrate.

Neben der Gütesicherung hat sich im Laufe der Zeit bei der GGS ein Expertenpool etabliert, der zur Unterstützung der Mitglieder auch Arbeitsschwerpunkte in der Forschung, den gesetzlichen Rahmenbedingungen und anderen relevanten Bereichen setzt. Erfolge meldete die GGS auch im Rahmen der freiwilligen Füllmengenselbstkontrolle (FMSK). Die ersten Firmen wurden in einer Positivliste veröffentlicht (Internet: www.substrate-ev.org und www.ivg.org), da sie über das Jahr 2006 die ersten Prüfungen erfolgreich abgeschlossen haben. Die Füllmengenkontrollen würden den Angaben zufolge unter der Aufsicht des Niedersächsischen Landesbetriebs für Mess- und Eichwesen (MEN) von unabhängigen Prüfinstituten kontinuierlich durchgeführt. Das freiwillige System geht auf eine Initiative der GGS und des BTH (Bundesvereinigung Torf- und Humusforschung) zurück und soll dem Anwender eine höhere Sicherheit bei den Füllmengen geben. Mit auf dem Programm stand die Besichtigung des Torf- und Substratherstellers Moorkultur Ramsloh. Besonders interessant waren die Versuchsfelder zur Kultur von Torfmoosen als Substratzuschlagstoff. Erste Versuche dazu lieferten vielversprechende Ergebnisse.