Grüne Branche

30 Jahre „Kölner Frühling“: floristischer Wettbewerb als Karriere-Sprungbrett

Berufsständische Wettbewerbe sind in vielen Branchen eine Domäne der Berufsverbände. Wobei die „Deutsche Meisterschaft der Floristen“ in enger Zusammenarbeit zwischen dem FDF-Bundesverband und Fleurop organisiert wird. Neben den Vorentscheidungen (Silberne Rose) gibt es eigentlich keine weiteren Floristen-Wettbewerbe von nationaler Ausstrahlung. Mit einer Ausnahme: Dem „Kölner Frühling“, organisiert und finanziert vom Blumengroßmarkt Köln in enger Zusammenarbeit mit der FDF-Bezirksstelle Köln. 

Eine Teilnehmerin beim Floristen-Wettbewerb „Kölner Frühling“. Werkfoto

In diesem Jahr feiert der Wettbewerb in der Domstadt sein 30-jähriges Jubiläum. Diese Kontinuität ist sicher einer der Aspekte, aus dem der „Kölner Frühling“ seine Bedeutung erhält. Die insbesondere in den vergangenen Jahren die nationalen Grenzen gesprengt hat, auch in diesem Jahr haben sich wieder Teilnehmerinnen aus Korea angemeldet.

Thema der Veranstaltung am 22. März ist „Hochzeit“, also die Königsdisziplin der Floristen-Branche. Brautkleid, Hochzeitsschmuck für die Herren, Fahrzeugausstattung und der florale Schmuck eines Kerzenhalters sind die Aufgabenbereiche. Hinzu kommt, als kleine Verbeugung vor den 30 Jahren, ein Jubiläumsstrauß. Der soll ausschließlich aus regional erzeugten Blumen gefertigt werden. Was bekanntlich ein Verbraucher-Trend-Thema ist. Und der Kölner Blumengroßmarkt gehört zu den Erst-Initiatoren der Regional-Marke „Ich bin von hier!“.

Neben der Kontinuität ist es vor allem das hohe Niveau, das dem „Kölner Frühling“ sein Ansehen in der Branche garantiert. Für heute sehr bekannte Branchen-Persönlichkeiten war der Wettbewerb so etwas wie ein Karriere-Step. Nennen könnte man etwa Victoria Salomon, Sabine Ulrich (geb. Haller) oder auch Torsten Schiefer. Sie alle (und viele mehr) haben ihre Teilnahme am „Kölner Frühling“ sehr positiv in Erinnerung.

Wie in der Vergangenheit, wird auch der „Hochzeits-Frühling“ am 22. März wieder mit einer Sonderverkaufs-Aktion verbunden sein. Diese Kombination aus Wettbewerb, Inspiration, Kollegen-Treff und einem zusätzlichen Einkaufsangebot (mit zahlreichen Fremdanbietern) ist die Basis der nunmehr 30-jährigen Erfolgsgeschichte. Denn während vielerorts Fachdemonstrationen aus Kosten-Nutzen-Überlegungen nicht mehr angeboten werden und regionale Messen um Besucher kämpfen müssen, zieht der „Kölner Frühling“ Jahr für Jahr zwischen 1.500 bis 2.000 Besucher an. (mh)