Grüne Branche

4.400 Tonnen Paprika und Tomaten dank Erdwärme

Vor zwei Jahren entschloss sich die Steiner GmbH & Co. KG, das größte Gewächshaus Bayerns zu bauen. Nun werden in Kirchweidach, im Landkreis Altötting auf rund 12 Hektar Fläche unter Glas verschiedene Gemüsearten angebaut. Das Besondere: Erdwärme deckt den kompletten Energiebedarf. Offensichtlich mit Erfolg, denn 3.300 Tonnen Tomaten und 1.100 Tonnen Paprika brachte die erste Ernte ein.

3.300 Tonnen Tomaten erntete Steiner zur Erntepremiere. Foto: Dusan Kostic/Fotolia

17,5 Millionen Euro hat Besitzer Josef Steiner in das Gewächshaus investiert. Da seine Kulturen die Wärme lieben, suchte er nach einer kostengünstigen Energiequelle. Steiners Wahl fiel auf Erdwärme. Eine Erdwärmeanlage ist zwar in den Anschaffungskosten momentan noch teurer als vergleichbare Öl- und Gasheizungen. Im Betrieb allerdings sind diese Anlagen bis zu 70 Prozent kostengünstiger. 

Außerdem hat Steiner einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz aus Spanien oder Holland: Seine Produkte müssen keinen langen Weg zum Endverbraucher zurücklegen. Deshalb erntet er etwa Tomaten oder auch Paprika reif. Die Erzeugnisse wandern gleich der Ernte in die Regale zweier deutscher Einzelhandelsketten für Lebensmittel. (ts)