Grüne Branche

50 Jahre Grün für Menschen: GaLaBau Nordrhein-Westfalen feiert Jubiläum im Landtag

Dieses Jahr soll ganz unter dem Motto „50 Jahre Verband GaLaBau NRW – 50 Jahre Grün für Menschen“ stehen. Begleitet wird das Jubiläumsjahr des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen von zahlreichen Aktionen. Der Vormittag vergangene Woche Dienstag war geprägt von der Mitgliederversammlung des Verbandes, die im Plenarsaal des Landtages in Düsseldorf stattfand. 

Im Plenarsaal des Düsseldorfer Landtages fanden Mitgliederversammlung und der Festakt am Nachmittag statt. Werkfoto

Präsident Hans Christian Leonhards zog eine positive Bilanz für 2013. Die ungünstige Witterung der ersten Monate habe die Landschaftsgärtner zwar vor Probleme gestellt. Wegen der guten Konjunktur ließ sich jedoch trotzdem eine ausgeglichene Jahresbilanz ziehen. Die Investitionsbereitschaft war gut, der große Schub kam 2013 erneut aus dem privaten Bereich.

Der Branchenumsatz betrage 6,33 Milliarden Euro – ein Plus von vier Prozent. Gleichzeitig standen vor allem die Ausbildung und die Werbung um qualifizierten Branchennachwuchs im Fokus, betonte Leonhards. Hier wollen die Landschaftsgärtner NRW mit neuen Initiativen punkten. Als sehr aufwendig, aber auch sehr erfolgreich, habe sich die Vermittlung von Praktikanten aus Spanien an GaLaBau-Betriebe in NRW gestaltet. Elf Interessierte aus Spanien seien vermittelt worden, auch wenn manchmal nicht alles direkt beim ersten Mal geklappt habe. In den Folgejahren wird es leichter werden, so Leonhards.

Gut angelaufen sei die sogenannte Talentschmiede mit gut 24 Teilnehmern. Die Talentschmiede ist eine Initiative des Verbandes in Abstimmung mit dem Ausbildungsförderwerk Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (AuGaLa), wobei den besten Auszubildenden zusätzliche Weiterbildungskurse innerhalb der Ausbildung angeboten werden.

Noch nicht umgesetzt werden konnte ein Angebot, Fachkräfte für spezielle, festgelegte Tätigkeiten des Elektrobereiches zu schulen. Da sind weitere Beratungen notwendig, so Leonhards, wie solche Kurse an der Deula-Schule Warendorf angeboten werden können.

In der Ausbildungsregelung für behinderte Menschen gibt es nach Paragraf 66 Berufsbildungsgesetz neue Anforderungen an die Unternehmer. Hier wird ein Bedarf von über 320 zusätzlichen Stunden bei der Ausbildung gesehen. Mit dieser Regelung ist der Verband auf keinen Fall einverstanden, sagte Leonhards. Die Gefahr bestehe, dass dann nur noch in Berufsbildungsstätten ausgebildet werde.

Auch die Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes wurde weiterentwickelt. Eine neue Internetseite soll in Kürze entstehen. Ein Newsletter ist bereits zum dritten Mal verschickt worden, an 15.000 potenzielle Auftraggeber in NRW. Er informiert über Aktuelles im Garten- und Landschaftbau und zeigt die Leistungsfähigkeit der Betriebe auf. (fri)

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der aktuellen TASPO 12/14.