Grüne Branche

60 Jahre Gärtnermeister

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Mit dem Diamantenen Meisterbrief wurde Gärtnermeister Dietrich Koeth von den Friedhofsgärtnern Gelsenkirchen (FGG) für seine vor 60 Jahren erfolgreich abgelegte Gärtnermeisterprüfung geehrt. Die von ihm gegründete Friedhofsgärtnerei Koeth in Gelsenkirchen führt seit 1998 sein Sohn Matthias weiter.

Aus den Händen von Andreas Mäsing, Vorstand der FGG Friedhofsgärtner Gelsenkirchen eG (l.) erhielt Dietrich Koeth den Diamantenen Meisterbrief. Foto: FGG Friedhofsgärtner Gelsenkirchen eG

Lehre in der Nachkriegszeit

Dietrich Koeth erblickte 1933 in Stettin das Licht der Welt und kam als Spätaussiedler nach dem zweiten Weltkrieg nach Gelsenkirchen. Da Ausbildungsplätze in der Nachkriegszeit rar gesät waren, hatte Koeth nur zwei Möglichkeiten, entweder er beginnt eine Ausbildung zum Metzger oder zum Gärtner. Der heute 88-Jährige entschied sich für Letzteres. Eine Entscheidung, die er nie bereute und bis heute als die richtige bezeichnet. Seine Gärtnerlehre begann er 1949 schließlich in Unna, wechselte aber nach drei Monaten nach Gelsenkirchen in die Gärtnerei Pfannkuch (heute Simon-Natur erleben), wo er die Berufsausbildung fortsetzte und erfolgreich abschloss. Zunächst blieb Koeth noch ein Jahr als Gärtnergeselle und ging schließlich in die Region Stuttgart, wo er im heutigen Filberstadt ebenfalls ein Jahr lang in einen Gemüsebau- und Pflanzenproduktionsbetrieb arbeitete. 

Meisterschule und Gründung der Friedhofsgärtnerei

Inmitten der Zeit des deutschen Wirtschaftswunders kehrte Dietrich Koeth 1954 nach Gelsenkirchen zurück und arbeitete zunächst in der Gärtnerei des damaligen Kreisgärtnermeisters Lehrhove, ehe er 1957 wechselte er dann an die Meisterschule nach Essen, wo er am 27. Februar 1958 erfolgreich seine Meisterprüfung ablegte. In Gelsenkirchen arbeitete Koeth schließlich als selbstständiger Friedhofsgärtner auf dem evangelischen Altstadtfriedhof. Seine Friedhofsgärtnerei übergab er 1998 letztendlich in die Hände seines Sohnes Matthias, der den Betrieb nun in zweiter Generation fortführt. 1970 gründeten sich die Friedhofsgärtner Gelsenkirchen bei denen Koeth von Beginn an Mitglied war, in der Zeit von 1976 bis 1994 war er zudem ehrenamtlich zunächst als Aufsichtsrat und später als Vorstand in der Spitze der FGG aktiv.

Dank und Anerkennung für Engagement

Aufgrund der Corona-Pandemie war es nicht möglich, dem Jubilar die besondere Ehrung schon früher zu übergeben, weshalb dieses nun nachgeholt wurde. „Dietrich Koeth hat am 27. Februar 1958 die Gärtnermeisterprüfung bestanden. Mit der Verleihung des Diamantenen Meisterbriefes finden Dank und Anerkennung für erfolgreiche Berufstätigkeit und jahrzehntelange Treue zum Berufsstand sichtbaren Ausdruck“, lautet es im Diamantenen Meisterbrief, den Dietrich Koeth kürzlich von den FGG übergeben bekam. Noch heute im Alter von 88 Jahren pflegt und bepflanzt Koeth das Grab seiner verstorbenen Ehefrau selber.

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