Grüne Branche

Advent 2015: traditionelle Ausstellung weiter beliebt

, erstellt von

Immer noch ist die Adventsausstellung für viele grüne Facheinzelhandelsgeschäfte der Höhepunkt des Jahres, wie sich auch in diesem Jahr wieder landauf landab zeigt. Aber auch, wenn viele Geschäfte zu diesem Event von ihren Kunden nahezu „gestürmt“ werden: In der Regel stehen der immense Aufwand, die Kosten nicht im Verhältnis zu dem, was an Umsätzen dann wirklich „rum kommt“.

Blumen, Ambiente, in weihnachtlichen Accessoires stöbern – das genießen im Advent viele Kunden. Foto: Katrin Klawitter

Erst, wenn die Ausstellung zusätzlich zu den Verkäufen an diesen Tagen viele Nachbestellungen nach sich zieht oder sich das Event ganz klar als Kundenbindungselement etabliert hat, dann zeigen sich Floristen und Einzelhandelsgärtner damit auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht halbwegs zufrieden. Warum dann immer wieder dieser Adventsstress im grünen Einzelhandel?

Ausstellung als abschließender Höhepunkt

„Wir haben im letzten Jahr auf eine Adventsausstellung verzichtet, den Adventsverkauf während des üblichen Tagesgeschäftes mitlaufen lassen. Umsatzmäßig hat uns das keine Nachteile gebracht. Aber: Die Kunden waren nicht so zufrieden wie sonst, haben bedauernd reagiert – und auch uns als Team hat dieser abschließende Höhepunkt des Jahres, an dem wir uns einmal so richtig ausleben können, einfach gefehlt“, erzählt eine Ladeninhaberin. Sie setzte dieses Jahr deshalb wieder auf den – für das Team durchaus auch „positiven“ – Stress und bot wieder eine Ausstellung an.

Vielen Floristen ist es einfach wichtig, diese Gelegenheit zu nutzen, sich beim Kunden durch das besondere Highlight ins Gedächtnis zu brennen, persönliche Kontakte zu pflegen – und das wirkliche Handwerk zu zeigen.

Adventsausstellung: „Jedes Jahr Wahnsinn“

Sehr zufrieden äußert sich der Inhaber eines großflächigen Floristik- und Wohnbedarfsgeschäftes: Er setzt seit Jahren zunehmend auf Deko, Accessoires und Kleinmöbel – und in diesen Ausstellungsbereichen ballen sich zur Adventsausstellung auch die Kunden und die gefüllten Einkaufskörbe. Hier allerdings wird die durchaus vorhandene Floristik bei einem Gläschen Prosecco eher ein bisschen „nebenbei“ bewundert. Trotzdem: „Es ist jedes Jahr Wahnsinn, dieser Ansturm von rund 3.000 Kunden an zwei Tagen. Aber es macht uns auch einen Riesenspaß“, lacht seine Tochter.