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Adventskränze stärker kontrolliert

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Die Marktüberwachungsbehörden kündigen für Herbst und Winter 2015 vermehrt Kontrollen von Adventskränzen und Gestecken mit Kerzen an. Im Visier der Kontrolleure stehen Handelsketten aber auch Fachgeschäfte für Floristik. Bei schweren Verstößen gegen die Produktsicherheit drohen Verkaufsverbot und Rückruf. Insgesamt drei Möglichkeiten bestehen, um einer Beanstandung aus dem Weg zu gehen.

Darauf müssen sich Groß- und Einzelhändler einstellen: Kerzen auf Adventskränzen müssen nach europäischer Norm selbstverlöschend sein oder auf einem Untersatz ruhen. Sonst droht der Verkaufsstopp. Foto: Gütegemeinschaft Kerzen

Adventskränze: Kontrolle auf selbstverlöschende Kerzen

„Die Flamme einer Kerze ist ein offenes Feuer und entsprechend muss unbedingt auf ausreichend Abstand zu brennbaren Gegenständen geachtet werden. Bei der Anbringung von Kerzen auf traditionellen Advents-kränzen oder der Verwendung in einem Gesteck oder Arrangement kann die Flamme aber nahe an ent-zündliche Bestandteile kommen, weshalb Produzenten und Verbraucher bei Herstellung und Verwendung dieser Artikel besondere Sorgfalt an den Tag legen müssen“, macht die European Candle Association ASBL (ECA) in einem Schreiben aufmerksam.

Die Marktüberwachungsbehörde akzeptiert neben der Verwendung von selbsverlöschenden Kerzen auch Kerzen mit Durchbrandschutz. Ebenso befürwortet die Behörde Kerzen, die auf „ausreichend großen, hitzeresistenten Untersetzern“ angebracht sind. Diese können aus Keramik oder Metall bestehen und so als Schutz zwischen Kerze und Gesteck dienen.

Brände zur Adventszeit nehmen ab

Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft hat sich die Zahl der Brände zur Adventszeit zwischen 2006 und 2013 auf etwa 11.000 halbiert. Obwohl hier auch andere Brandursachen berücksichtigt sind, haben die Aufklärung durch die Kerzenhersteller und Kontrollen der Behörden bei Adventskränzen und Gestecken sicherlich auch dazu beigetragen. Von den jetzt angekündigten Kontrollen versprechen sich die Behörden eine weitere Absenkung dieser Zahlen.