Grüne Branche

Äpfel und Rosen werden im Labor erfolgreich manipuliert: Pilzresistenzen und Gesundheitswert lassen sich gentechnisch verbessern

Äpfel und Rosen können gentechnisch so verändert werden, dass sie neue Eigenschaften entwickeln, ohne wesentlich ihren Sortencharakter zu verändern. Dieses Fazit zieht Professor Dr. Hans-Jörg Jacobsen von der Universität Hannover aufgrund der aktuellen Forschungen. Doch noch warten die Wissenschaftler auf die Möglichkeit, ihre erfolgreichen Versuche im Labor und unter Glas auch im Freiland testen zu können. "Wir hoffen, die jetzige Regierung wird den Weg endlich ebnen." Aus einem landesweiten Forschungsprogramm heraus war der Wunsch an die Molekularbiologen herangetragen worden, ihr Augenmerk auf die Steigerung von Pilzresistenz bei Rosen sowie Pilzresistenz und Gesundheitswert bei Äpfeln zu richten. "Wir haben bislang wenig Kontakt mit dem Gehölzbereich, etwas mehr mit den Zierpflanzenzüchtern", sagt Jacobsen, der sich überwiegend um die genetische Veränderung landwirtschaftlicher Nutzpflanzen bemüht. Wenn es auch rein theoretisch viele Möglichkeiten gäbe, so würde es jedoch keinen Sinn machen, jede auf dem Markt befindliche Zierpflanzensorte gentechnisch zu verändern, um Resistenzen zu erreichen. "Es macht aber Sinn, in die Linien, die die Züchter nutzen, um neue Sorten zu produzieren, solche Eigenschaften einzulagern", so der Wissenschaftler. Dadurch würden dann in den nächsten Jahren und Jahrzehnten neue Sorten auf den Markt kommen mit diesen Eigenschaften. Lesen Sie den ausführlichen Beitrag in der aktuellen TASPO.