Grüne Branche

Aktuelle Zahlen zum "Wirtschaftsraum Friedhof und Bestattung"

Bedingt durch die geburtenstarken älteren Jahrgänge steigt in den kommenden 15 bis 20 Jahren die Sterbequote. Dies sollte auch zu höheren Umsätzen im Friedhofs- und Bestattungswesen führen, wenn gegenläufige Entwicklungen - zum Beispiel anonyme Bestattungen - nicht überdurchschnittlich zunehmen. Markante Zahlen zum "Wirtschaftsraum Friedhof und Bestattung" hat Manfred Zagar - stellvertretender Vorsitzender des Verbandes der Friedhofsverwalter Deutschlands - zusammengestellt. Er geht davon aus, dass Umsätze und Flächenbedarf auf Friedhöfen wegen der danach folgenden schwächeren Jahrgänge längerfristig sinken. Die Zahl der am Friedhofsumsatz partizipierenden Unternehmen werde auf Dauer schrumpfen. Der betreffenden Veröffentlichung in Friedhofskultur 1/2007 lässt sich ableiten, wie wichtig der "Wirtschaftsraum Friedhof und Bestattung" in Deutschland für die Gärtnereien und damit für den Zierpflanzenabsatz ist. So beziffert der Autor den gesamten Umsatz des betreffenden Wirtschaftsraums auf fast 16 Milliarden Euro. Hieran seien die öffentliche Hand und die Körperschaften des öffentlichen Rechts mit etwas mehr als 3,8 Milliarden Euro - sprich: rund 24 Prozent - beteiligt. Auf die Gärtner würden diesen Zahlen zufolge ebenfalls etwa 24 Prozent der Umsätze im "Wirtschaftsraum Friedhof und Bestattung" entfallen. Den Umsatzanteil der Floristen beziffert die betreffende Veröffentlichung auf kanpp 1,5 Prozent. Was die Arbeitskräfte im "Wirtschaftsraum Friedhof und Bestattung" angeht, so sind nach den Zahlen Zagars die Städte weitaus größter Arbeitgeber (57,2 Prozent). Auf dem zweiten Platz folgen die Gärtnereien (10,4 Prozent). Steinmetzen würden 6,5 Prozent, Floristen 5,8 Prozent und Bestattungsunternehmen etwas über 3,5 Prozent der Arbeitsplätze ausmachen. 384500 Arbeitskräfte sind laut des Friedhofskultur-Artikels deutschlandweit im "Wirtschaftsraum Friedhof und Bestattung" tätig.